Vermittlungsplattformen: Werbung „50 % günstiger als die Konkurrenz“ muss auch stimmen

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Unternehmen versuchen oft durch Preisvergleiche einen Vorsprung gegenüber Konkurrenten zu erreichen, indem sie behaupten, preiswerter zu sein. Aber wann sind Aussagen wie "50% günstiger als..." überhaupt erlaubt? Hierzu hat das Landgericht Berlin eine Antwort.

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Vermittler von Ferienwohnungen behauptet, günstiger als Hotels zu sein

Die Vermittlungsplattform „wimdu“, welche u.a. Ferienwohnungen und –häuser sowie Apartments unter den Nutzern vermittelt, warb auf der eigenen Internetseite mit folgender Aussage:

„50 % günstiger als Hotels“

Diese Ersparnisse konnte das Unternehmen jedoch nicht durchgängig gewährleisten. Hierauf wurde auch die Wettbewerbszentrale aufmerksam und ging gegen wimdu vor. Die Plattform verteidigte sich damit, die Ersparnis werde im Durchschnitt erreicht. Das Landgericht Berlin hat im April dieses Jahres ein Urteil gefällt.

Ersparnisse ohne Einschränkungen müssen gewährleistet werden

Das Landgericht Berlin (Urteil vom 14. April 2015, Az. 103 O 124/14) entschied zugunsten der Wettbewerbszentrale und untersagte der Vermittlungsplattform die Werbeaussage. Das Gericht stellte klar, dass der potentielle Durchschnittskunde von einer durchgängigen Vergünstigung ausgeht, sofern die Werbeaussage keine Einschränkungen enthält. Es spielt daher auch keine Rolle, dass diese Ersparnis im Durchschnitt erreicht wird, da das Unternehmen die Vergünstigung in der Werbeaussage pauschal behauptete. Das Vermittlungsportal muss sich daher eine neue Werbestrategie überlegen.

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Fazit:

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es macht aber 2 Sachen deutlich:

1. Verbraucher sollten nicht jeder pauschale Behauptungen zu Ersparnissen im Netz glauben.

2. Unternehmer müssen solche Werbeaussagen im Zweifel beweisen können, sonst drohen Abmahnungen und gerichtliche Auseinandersetzungen. 

 

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