Neuer Amazon Marktplatz: Amazon Handmade macht DaWanda und Etsy Konkurrenz

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Internet und Handarbeit, das ist schon lange kein Widerspruch mehr. Mit 5 Millionen angebotenen Produkten ist das Berliner Unternehmen DaWanda in Deutschland unangefochtener Marktführer, gefolgt vom US-Konzern Etsy. Jetzt will ein mächtiger Mitbewerber den Markt für Selbstgemachtes aufmischen: Amazon Handmade.

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Abwerben von Etsy-Händlern

Gezielt lädt Amazon zurzeit Verkäufer des Konkurrenten Etsy ein, sich mit den Regeln des geplanten Marktplatzes vertraut zu machen. Das berichtet das Wall Street Journal. So gibt es voraussichtlich 11 Hauptkategorien, unter anderem Bekleidung, Schmuck, Spielzeug und Haustierbedarf. Einzelne Produkte sollen besser und ausführlicher dargestellt werden können, als im bisherigen Marketplace. Darüber hinaus wird jedem Händler eine Profilseite zur Verfügung gestellt, auf der er über die Fertigung seiner Produkte, die Entstehung seines Shops oder seine persönlichen Beweggründe informieren kann.

Allerdings will sich Amazon Handmade seine Verkäufer zunächst noch selbst aussuchen: Nur eingeladene Do-It-Yourself-Bastler dürfen beim Start der neuen Plattform mit eigenem Angebot dabei sein.

Strenge Regeln für große Reichweite

Ein professioneller Seller Account bei Handmade ist für 39,99 $ monatlich zu haben. An jedem verkauften Artikel verdient Amazon noch einmal 12%, mindestens aber 50 Cent. Dafür profitieren Händler von der riesigen Reichweite und den mehr als 250 Millionen Kunden des Unternehmens. Wer bereits einen Shop bei Amazon Marketplace hat, kann das Handmade-Angebot damit verknüpfen. Per Telefon und E-Mail wird außerdem Support bei technischen und inhaltlichen Fragen angeboten. Dabei dürfte es unter anderem um die genaue Definition von „handgemacht“ gehen: Die Art der Herstellungsweise und die Zahl der beteiligten Mitarbeiter sind nämlich genau festgelegt; Massenware soll es bei Handmade nicht geben.

Vorbereitungen für Verkäufer

Wann genau Amazon das neue Portal startet, ist noch nicht bekannt. Interessenten können sich bereits jetzt auf der englischsprachigen Seite https://services.amazon.com/handmade/handmade.html umsehen und für eine Einladung bewerben. Heute schon mit der Produktion zu beginnen ist dagegen nicht nötig: Da die Herstellung individuell angefertigter Einzelstücke durchaus zeitaufwendig sein kann, gibt Amazon den Händlern nach der Bestellung bis zu 30 Tage Zeit zum Versenden.

Fazit:

DaWanda und Etsy haben vorgemacht, dass die Nachfrage nach Selbstgemachtem im Internet groß ist. Kein Wunder, dass Online-Gigant Amazon bei dem Geschäft mitmischen will. Die Art und Weise, wie Amazon bei Etsy-Verkäufern offensiv Werbung für die eigene Plattform macht, zeigt, dass es dem Unternehmen ernst ist mit seinem neuen Portal.

 

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