Anzeige

Online-Handel: Welche Informationen muss der Händler nach der Bestellung übermitteln?

(6 Bewertungen, 5.00 von 5)

Online-Händler treffen zahlreiche Pflichten, zu denen auch die Informationspflichten gehören. Bestimmte Informationen müssen dem Kunden bereits vor der Bestellung gegeben werden. Einige Informationen muss der Händler jedoch auch nach der Bestellung übermitteln. Aber welche sind das genau?

Bestätigung der Bestellung

Gesetzlich ist in § 312 i Absatz 1 Nr. 3 BGB geregelt, dass jeder Online-Händler seinen Kunden die Bestellung unverzüglich elektronisch bestätigen muss. Diese Pflicht kann der Händler zum Beispiel durch eine Bestellbestätigungs-E-Mail erfüllen. Wichtig ist für Händler, dass § 312 i BGB nicht zwischen Verbrauchern und Unternehmern als Kunden unterscheidet. Die Bestätigung ist deswegen auch Pflicht, wenn Unternehmer etwas bestellen (sogenannter B2B-Handel).

Gegenüber Verbrauchern ergeben sich noch weitere Pflichten: 

Anzeige

Nach § 312 f Absatz 2 BGB muss der Händler dem Verbraucher eine Vertragsbestätigung zusenden. In dieser Bestätigung muss der Vertragsinhalt wiedergegeben werden. Die Bestätigung muss spätestens bei der Lieferung der Ware erfolgen.

Wenn ein Vertrag über eine Dienstleistung geschlossen wird, muss die Bestätigung spätestens gegeben werden bevor mit der Ausführung der Dienstleistung begonnen wird. Händler müssen hierzu beachten, dass die Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger erfolgen muss. Hierzu kann zum Beispiel eine E-Mail, ein Fax oder ein Brief verwendet werden.

Die Vertragsbestätigung kann auch mit der Bestell-Bestätigung verbunden werden. So können beide Pflichten miteinander verbunden werden.

Inhalt der Vertragsbestätigung

Inhaltlich muss die Vertragsbestätigung die Inhalte des Art. 246 a EGBGB haben. Danach muss die Vertragsbestätigung insbesondere die folgenden Angaben enthalten:

Kostenlose Checkliste für Onlineshop-Betreiber - Jetzt herunterladen!

Wie Sie in 5 einfachen Schritten Ihren Online-Shop abmahnsicher gestalten

  • Sie betreiben einen Online-Shop und sind das Abmahnrisiko leid?
  • Sie wollen sich auf den Verkauf konzentrieren?
  • Eine anwaltliche Prüfung ist Ihnen zu teuer?

Internetprofi & Rechtsanwalt Sören Siebert erklärt Ihnen in der Checkliste wie Sie Ihren Shop auch ohne Anwalt abmahnsicher machen und damit sogar Ihre Umsätze steigern.

•    die AGB des Händlers, da diese Vertragsinhalt werden
•    Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufs-Formular
•    die wesentlichen Eigenschaften der Ware/Dienstleistung
•    Identität des Verkäufers, beispielsweise den Handelsnamen sowie die Niederlassungsanschrift, Telefonnummer, Telefaxnummer (wenn vorhanden) und E-Mail
•    den Gesamtpreis der Waren/Dienstleistungen (mit allen Steuern, Abgaben, Fracht-, Liefer- und Versandkosten und weiteren Zusatzkosten)
•    bei unbefristeten Verträgen oder Abo-Verträgen den Gesamtpreis (dieser umfasst die pro Abrechnungszeitraum anfallenden Gesamtkosten und monatliche Gesamtkosten, wenn diese als Festbeträge in Rechnung gestellt werden)
•    Zahlungs-, Liefer- und Leistungsbedingungen sowie den Termin, bis zu dem geliefert werden muss bzw. die Leistung erbracht werden muss
•    das Bestehen gesetzlicher Mängelhaftungsrechte (Gewährleistung)
•     (sofern vorhanden) das Bestehen und die Bedingungen von Kundendienst und Garantien
•    ggf. die Laufzeit des Vertrags und Kündigungsbedingungen
•    ggf. die Funktionsweise digitaler Inhalte
•    ggf. Beschränkungen der Interoperabilität und der Kompatibilität digitaler Inhalte mit Hard- und Software

Eingangsbestätigung der Bestellung oder Bestätigung des Vertragsschlusses?

Nachdem der Kunde etwas bestellt hat muss der Händler die Bestellung einerseits und andererseits auch den Vertragsschluss bestätigen. Die Bestätigung des Eingangs der Bestellung und Vertragsschluss sind im Regelfall nicht das Gleiche.Viele Händler behalten sich in ihren AGB nämlich vor, die Bestellung noch separat anzunehmen.

Die Bestellbestätigung kann zur Vereinfachung mit der Vertragsbestätigung zusammengefasst werden, wenn der Händler keien Verfügbarkeitsprüfung vornehmen muss. Hierfür muss der Händler die zusätzlichen Informationen in der Bestellbestätigung mitteilen.

Fazit:

Händler sollten darauf achten, alle Informationspflichten zu erfüllen. Fehlerhafte Kundeninformationen können abgemahnt werden.

Wichtig ist deshalb, dass die AGB, Bestellprozesse und Bestätigungsmails aufeinander abgestimmt und im Zweifel anwaltlich geprüft sind. 

www.kanzlei-siebert.de

Anzeige
Sie dürfen diesen Beitrag gern verlinken.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Werbung in Shops: Darf mit Testsiegeln für ältere Geräte geworben werden? Testsiegel informieren über die Eigenschaften eines Produkts und erleichtern so für den Kunden die Kaufentscheidung. Problematisch wird es, wenn sich aufgrund...
Weiterlesen...
Abmahnung wegen Fotoklau: Wieviel Schadensersatz darf ein Fotograf verlangen? Fremde Fotos aus dem Internet zu verwenden ist einfach. Die Fotos werden gedownloaded oder über Copy-Paste für die eigenen Zwecke verwendet. Die Kanzlei Pixel L...
Weiterlesen...
Onlineshops: Versandkosten dürfen nicht hinter Link auf AGB versteckt werden Das OLG Frankfurt am Main hat eine umfassende Überprüfung der Preisangaben und der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Versandhauses Quelle vorgenommen u...
Weiterlesen...
Metatags - Nennung fremder Namen ohne Genehmigung ist verboten Die Platzierung und Nennung in Suchmaschinen ist für Nutzerzahlen einer Webseite von entscheidender Bedeutung. Dabei kommt es nicht nur auf den abrufbaren ...
Weiterlesen...
Abmahnung: 600 Euro Schadensersatz für ein Adventsgedicht? Werden kurze Texte wie Gedichte auf Internetseiten kostenlos für private Zwecke zur Verfügung gestellt, so sollte man sich nach einer Entscheidung des AG Düssel...
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.

Sicherheitscode Aktualisieren

Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zum Mitgliederbereich

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.        

eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

video tutorials teaser

eRecht24-Videos: IT-Recht verständlich

IT-Recht, endlich verständlich: Jetzt können auch Sie Ihre Website einfach und schnell abmahnsicher gestalten, wenn Sie richtig vorgehen!

Mehr Informationen

webinar teaser

Live-Webinare mit Rechtsanwalt Siebert

Sie fragen, Rechtsanwalt Siebert antwortet. Aktuelle Themen, umfassend und Schritt für Schritt erklärt: So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Informationen
Support
×
Sie besuchen eRecht24 öfter?

Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und erhalten Sie

  • Einfache Lösungen zu den Abmahnfallen im Internet
  • Aktuelle Rechtstipps von Rechtsexperte Sören Siebert
  • 3 exklusive Checklisten zum Internetrecht

Wir halten uns an den .

Wir halten uns an den Datenschutz.