Elektroschrott: Umweltverband mahnt Amazon wegen Verstoß gegen Verbraucherrecht ab

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Seit Oktober 2015 ist das neue „Elektro- und Elektronikgerätegesetz“ (ElektroG) in Kraft. Den Internetgiganten „Amazon“ scheint das aber nicht zu stören und kassierte nun prompt eine Abmahnung eines Umweltverbandes.

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Amazon nahm Elektroaltgeräte von Verbrauchern nicht zurück

Die „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH) mahnte das Internetversandhandelshaus ab, weil es elektronische Altgeräte von Verbrauchern nicht zurücknahm. Nach dem neuen ElektroG müssen Händler, die Elektrogeräte auf einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern verkaufen, kleine Elektroaltgeräte (Abmessungen: max. 25 cm) in haushaltsüblichen Mengen zurückzunehmen. Im Online-Handel gelten als Verkaufsfläche alle Lager- und Versandflächen.

Die Verpflichtung zur Annahme der Altgeräte setzt dabei nicht voraus, dass der Kunde ein Neugerät bei dem Händler kauft. Bei der Deutschen Umwelthilfe häuften sich Beschwerden von Verbrauchern, wonach Amazon die Rückgabe verweigerte.

Verbraucherrechte: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Amazon scharf

Die Deutsche Umwelthilfe reagierte schnell und mahnte das Unternehmen ab. Der Verband forderte von Amazon die Abgabe einer Unterlassungserklärung. Gleichzeitig kritisierte die Organisation das Verhalten Amazons in einer Pressemitteilung vom 3. August 2016

Der Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch bemängelte hierzu wörtlich:

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„Amazon verweigert die Rücknahme und sachgerechte Entsorgung von Altgeräten und lässt so die Verbraucher mit dem Elektroschrott allein. Zur Ertragsmaximierung werden Umweltgesetze gebrochen, Verbraucher falsch informiert und rechtswidrig zurückgewiesen.“

In die gleiche Kerbe schlägt der beim Verband beschäftigte Leiter der Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer:

„Amazon hatte, wie alle anderen Handelsunternehmen, neun Monate Zeit sich auf die Rücknahme von Elektrogeräten vorzubereiten. Die DUH hat acht Wochen vor dem Start dieser Verpflichtung alle großen Händler für Elektrogeräte angeschrieben und auf die verbraucherfreundliche Ausgestaltung der Rücknahmepraxis hingewiesen. Es ist ein Skandal, dass der Handel die gesetzlichen Vorgaben nun nicht erfüllt.“

Praxis-Tipp:

Um teure Abmahnungen zu vermeiden, sollten Online-Händler prüfen, ob sie die neuen gesetzlichen Vorschriften des ElektroG einhalten. Neben die Rückgabemöglichkeit treten z.B. auch diverse Informations- und Mitteilungspflichten.

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