Bei Nummer 9 mussten wir weinen: Facebook sagt clickbaits den Kampf an

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„...es wird Sie schockieren, mit welchem Trick das Unternehmen zu diesem Zweck arbeitet!“ So oder so ähnlich lauten die Überschriften, mit denen Seiten und Anbieter bei Facebook & Co. möglichst hohe Reichweiten erzielen wollen. Der neugierig gewordene Leser klickt den Link an – und ist meist nach wenigen Zeilen enttäuscht. Denn in den seltensten Fällen hält der Inhalt, was die reißerische Einleitung verspricht. Nun will Facebook die unseriöse Taktik des Clickbaiting aushebeln.

Für die Werbung zählt jeder Klick

Hat man den User mit Übertreibungen und Andeutungen erst einmal dazu gebracht, dem Link zu folgen, ist das Ziel des Anbieters bereits erreicht. Denn für Werbetreibende ist nur wichtig, wie oft eine Seite aufgerufen wird. Ob Besucher schon nach wenigen Sekunden genervt wieder zu ihrem Facebook-Feed zurückkehren, wird nicht erfasst.

Das soziale Netzwerk allerdings legt nach eigenen Angaben großen Wert darauf, seinen Mitgliedern genau die Themen anzuzeigen, die sie wirklich interessieren. Umfragen zeigen, dass Clickbaiting-Seiten alles andere als erwünscht sind. Facebook hat daher den Algorithmus verändert, der darüber entscheidet, welche Posts im Nachrichtenfluss eines Facebook-Users auftauchen, und welche nicht.

Algorithmus soll Clickbaits erkennen

Dabei ist man ähnlich vorgegangen, wie bei der Entwicklung eines Spam-Filters für E-Mails. Zehntausende Überschriften wurden analysiert. Nach Angaben des Facebook-Konzerns können zwei Faktoren dafür verantwortlich sein, dass eine Meldung als Clickbaiting wahrgenommen wird: Zum einen wird aus der Überschrift nicht klar, um was es in dem zugehörigen Link wirklich geht, weil Informationen weggelassen wurden. Im anderen Fall führt die Headline bewusst in die Irre und erzeugt Erwartungen, die durch den eigentlichen Text nicht erfüllt werden.

Um dem Nutzer diese frustrierende Erfahrung in Zukunft zu ersparen, haben die Programmierer eine Reihe von Formulierungen identifiziert, die nur beim Clickbaiting gebraucht werden – dort aber regelmäßig. Fällt ein Post künftig in diese Kategorie, wird er vom Facebook-Algorithmus automatisch abgewertet. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in Ihrem Newsfeed auftaucht, wird deutlich geringer.

Praxis-Tipp:

Verboten sind reißerische Überschriften natürlich nicht. Und ob es tatsächlich gelingt, die Klickjäger auszufiltern, muss sich in den kommenden Wochen zeigen.

Sollten Sie bisher mit Clickbaiting gearbeitet haben, empfehlen wir Ihnen aber, künftig auf Inhalte zu setzen, die auch bei näherem Hinsehen für Ihre Kunden von Interesse sind. Nicht nur deshalb, weil Ihre Posts dann in den sozialen Netzwerken besser platziert sind. Sondern auch, weil immer mehr Internetbenutzer genau das tun, was der Facebook- Algorithmus gerade mühsam lernt: Sie erkennen eine Clickbait-Überschrift als solche und ignorieren sie.

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