WhatsApp: Abmahnung wegen Weitergabe von Telefonnummern an Facebook

(2 Bewertungen, 3.00 von 5)

Der Proteststurm der WhatsApp-Kunden gegen die Weitergabe ihrer Telefonnummern an Facebook war nicht zu überhören. Doch weder die Betreiber des Messenger-Dienstes selbst noch der Mutterkonzern Facebook schienen sich daran zu stören. Nun wurde WhatsApp von Verbraucherschützern abgemahnt. Wer WhatsApp treu bleiben will, hat noch bis zum Ende der Woche Zeit, der Weitergabe seiner Telefonnummer für Werbung zu widersprechen.

Abmahnung der Verbraucherzentralen wurde von Facebook ignoriert

Gerade noch hat es der Bundesverband der Verbraucherzentralen mit einer Abmahnung versucht: WhatsApp werbe mit Datenschutz und habe bei der Übernahme durch Facebook vor zwei Jahren auf seine Unabhängigkeit hingewiesen. Und nun das: Nicht nur die Mobilfunknummern der Benutzer werden an Facebook weiter gegeben, sondern auch die Kontakte aus deren digitalen Telefonbüchern. Auch WhatsApp-Verweigerer landen so mit ihren Daten beim Netzwerk von Mark Zuckerberg.

Doch die Frist für die Abmahnung lief aus, ohne dass man im kalifornischen Mountain View auch nur reagiert hätte. Den deutschen Verbraucherschützern bleibt nur der lange und mühsame Klageweg, an dessen Ende nicht unbedingt die Interessen der Nutzer gewinnen werden.

Widerspruch zur Weitergabe der Telefonnummer für Werbung nur noch bis zum Wochenende

Von rund einer Milliarde Nutzern der Smartphone-Anwendung weltweit haben nur wenige nach Änderung der Datenschutzrichtlinien den Anbieter gewechselt. Wer aufgrund zahlreicher Kontakte dem Messenger-Dienst treu bleiben will, kann aber bis zum 25. September noch widersprechen. Dazu muss der Menüpunkt „Account“ in den Einstellungen der App geöffnet werden. Hinter „Meine Account-Info teilen“ kann dann das Häkchen entfernt oder der Regler verschoben werden.

Problem: Kein Widerspruch verhindert die Datenweitergabe nicht

Nach dem Widerspruch der Nutzer werden dessen dann zwar trotzdem an Facebook weitergegeben. Diese werden dort aber zumindest nicht für die Auswahl von Werbung und Empfehlungen ausgewertet. Ab Anfang kommender Woche besteht keine Widerspruchsmöglichkeit mehr.

Praxis-Tipps:

1. Ob rechtliche Schritte gegen die nahezu grenzenlose Datenweitergabe bei Facebook erfolgreich sein werden, ist zweifelhaft.

2. Wer verhindern will, dass sämtliche im Handy gespeicherten Telefonnummern zu Werbezwecken von Facebook ausgewertet werden, muss schnell handeln:

  • Noch bis Sonntag, den 22. September können Sie in den Einstellungen der Smartphone-App angeben, dass Sie Ihre Daten nicht von Facebook auswerten lassen wollen.
  • Wer generell Zweifel am Datenschutz bei WhatsApp bekommen hat, findet auf dem Markt zahlreiche andere geeignete Messenger-Dienste. Gerade im Moment dürfte ein guter Zeitpunkt sein, um auch mit Freunden und Kollegen zusammen zu einem anderen Anbieter zu wechseln.
Praxis-Tipp
Für mehr Informationen nehmen Sie einfach an unserem kostenlosen Webinar "Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten" teil:

Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
„Behinderter Lehrer ever“: Schülerin wegen Facebook-Post verurteilt 20 Sozialstunden muss eine 14-Jährige aus Düsseldorf ableisten, weil sie ein Foto ihres Lehrers mit einer beleidigenden Bemerkung in einem sozialen Medium veröf...
Weiterlesen...
Facebook: Wie muss das Impressum auf der Facebook-Seite eingebunden werden? Die Frage, wer bei Facebook ein Impressum führen muss und wie dieses bei dem sozialen Netzwerk einzubinden ist, beschäftigt die Gerichte bereits seit einigen Ja...
Weiterlesen...
Untersagt: Datenschützer verbieten WhatsApp die Weitergabe von Kundendaten an Facebook Seit Anfang der Woche gibt WhatsApp die Daten seiner 35 Millionen Nutzer in Deutschland an den Mutterkonzern Facebook weiter. Und das, obwohl Kunden protestiere...
Weiterlesen...
Digitaler Nachlass: Facebook muss die Zugangsdaten eines Accounts an die Erben heraus geben  Was passiert eigentlich mit dem Facebook-Account nach dem Tod eines minderjährigen Mitgliedes? Haben die Erben ein Recht darauf, auf die Mitgliedschaft zu...
Weiterlesen...
Klarnamen-Pflicht für Mitglieder: Facebook gewinnt im Streit gegen Datenschützer Das soziale Netzwerk „Facebook“ steht regelmäßig wegen der Handhabung des Datenschutzes in der Kritik. Nun hat das Unternehmen einen kleinen Sieg vor dem Verwal...
 
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.        

eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

video tutorials teaser

eRecht24-Videos: IT-Recht verständlich

IT-Recht, endlich verständlich: Jetzt können auch Sie Ihre Website einfach und schnell abmahnsicher gestalten, wenn Sie richtig vorgehen!

Mehr Informationen

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support