Facebook: Erste Maßnahmen gegen Fake News

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Die Nachricht über den Wahlsieg Donald Trumps war gerade wenige Stunden alt, da mehrten sich Vorwürfe, dass absichtlich verbreitete Falschmeldungen in den sozialen Medien die Wähler beeinflusst hätten. Obwohl Mark Zuckerberg diesen Eindruck noch immer vehement bestreitet, sind deutsche Politiker in Sorge: Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl beraten sie über Maßnahmen, die ein schnelles und konsequentes Löschen der sogenannten Fake News ermöglichen. Nun hat das Netzwerk reagiert. Ein Zusammenspiel von Nutzern und Experten soll den gezielten Einsatz von erfundenen Nachrichten eindämmen.

Fakten-Check für zweifelhafte Meldungen

Die neue Strategie soll zunächst in den USA erprobt und verfeinert werden. Facebook setzt dabei wieder einmal auf die Unterstützung der Community: Nach dem nächsten Update haben User die Möglichkeit, mit einem Klick einen verdächtigen Post als Fake News zu melden. Dieser Hinweis kann sowohl an den Verfasser des Textes als auch an Facebook selbst geschickt werden.

Die am häufigsten so gekennzeichneten Nachrichten werden im nächsten Schritt an ein Expertenteam weiter geleitet. Diese „Fakten-Checker“ - zum Beispiel die renommierte Journalistenschule Poynter in Florida – versuchen, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Aufgrund ihrer Aussage kann eine Nachricht dann mit dem Warnhinweis „umstritten“ gekennzeichnet werden. Ein Link führt außerdem zu näheren Erläuterungen der Recherche-Profis zum Hintergrund der Geschichte.

Algorithmus wertet umstrittene Posts ab

Ein als Fake angesehener Post kann nicht mehr durch bezahlte Werbung einer größeren Zielgruppe zugänglich gemacht werden. Wer ihn mit Freunden oder öffentlich teilen will, wird davor vom System noch einmal deutlich gewarnt. Wird die Warnung ignoriert, kommt der Facebook-Algorithmus ins Spiel: Er soll dafür sorgen, dass die „umstrittenen“ Nachrichten abgewertet werden und in den News-Feeds anderer Nutzer seltener auftauchen. Ganz verschwinden werden die „umstrittenen“ Meldungen allerdings nicht: Facebook möchte sich nicht zum Richter über Wahrheit und Lüge machen.

Laut Mark Zuckerberg sind die jetzt ergriffenen Maßnahmen nur der Anfang im Kampf gegen Fake News. Vor allem finanzielle Anreize, wie sie im US-Wahlkampf mit dem Verfassen erfundener Geschichten verbunden waren, müssten künftig noch eingedämmt werden.

Fazit:

Mit den angekündigten Maßnahmen will Facebook seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und auf die massive Kritik an der mangelnden Kontrolle von Fake News reagieren. Wann und in welcher Form auch europäische Nutzer von den Änderungen profitieren können, ist noch offen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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