Achtung Websitebetreiber: Ist der Facebook-Button noch erlaubt?

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Ohne den Facebook-Button kommt mittlerweile kaum noch eine Website aus. Millionenfach ist er auf den verschiedensten Seiten eingebunden. Der Verbraucherverband hat aber wegen der Datenübertragung Alarm geschlagen und ein Urteil erwirkt. Ist der Button jetzt damit wettbewerbswidrig? Und was können Sie als Websitebetreiber tun?

´Gefällt mir´ nicht so unproblematisch wie viele glaubten

Der ´Gefällt mir´ - Button war Daten- und Verbraucherschützern schon länger ein Dorn im Auge. Ein Verbraucherverband ging deswegen auch gegen die Betreiberin eines Onlineshops vor. Sie hatte den Button als Plugin auf ihrer Seite eingebunden. Klickten die Seitenbesucher auf den Button, wurden dann immer die Daten des Nutzers an Facebook gesendet.

Das war allerdings nicht die einzige Datenübertragung. Schon allein das Betreten der Webseite reichte aus, denn auch dabei bekam Facebook schon Daten wie zum Beispiel die IP-Adresse des Nutzers übermittelt. Diese massenhafte Übertragung von Daten erfolgte ohne dass die Nutzer das überhaupt wussten oder zugestimmt hätten. Die Seitenbenutzer mussten nicht einmal bei Facebook angemeldet sein. Das Plugin übertrug die Daten aller User, die die Webseite betraten. Der Verbraucherverband mahnte die Websitebetreiberin deswegen ab.

Gericht: Facebook-Button kann gegen Wettbewerbsrecht verstoßen

Das Landgericht Düsseldorf gab dem Verbraucherverband Recht (Urteil vom 09.03.2016, Az. 12  151/15). Das Gericht argumentierte, dass der Button sowohl gegen Wettbewerbsrecht als auch gegen das Telemediengesetz verstoßen kann. Das gilt vor allem dann, wenn der Seitenbetreiber die Benutzer nicht darüber informiert, dass die personenbezogenen Daten an Facebook übertragen werden. Denn diese Information ist notwendig, um überhaupt die Zustimmung des jeweiligen Nutzers zu bekommen. Nur der informierte Nutzer kann nämlich mit der Übertragung einverstanden sein.

Das Urteil hat weitreichende Folgen für alle Seitenbetreiber, die social Media Plugins auf ihren Seiten einbinden. Lesen Sie hierzu unsere Praxistipps.

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Praxis-Tipps:

1.    Seitenbetreiber sollten hier unbedingt handeln. Wir empfehlen, die von Facebook (und auch anderen sozialen Netzwerken) angebotenen Plugins von Webseiten zu entfernen. So vermeiden Sie erst einmal die problematische automatische Datenübertragung.

2.    Wie können die User überhaupt richtig informiert werden? Eine Belehrung und Information des Nutzers allein über die Datenschutzerklärung allein dürfte nicht ausreichend sein. Das Problem ist nämlich, dass Sie den Nutzer darüber aufklären müssen welche Daten zu welchen Zwecken an z.B. Facebook übertragen werden. Diese genauen Informationen hat aber nur Facebook, sodass Sie gar nicht alle notwendigen Informationen geben können.

3.    Binden Sie stattdessen am Besten die sogenannten Shariff-Plugins ein. Damit können Sie die automatische Übertragung der personenbezogenen Nutzerdaten verhindern.

4.    Genaue Informationen zu Shariff finden Sie hier: https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/like-button-und-datenschutz-heise-shariff-verbessert-2-klick-loesung/

5.    Tipp: Lassen Sie sich beraten, wenn Sie im Bereich Datenschutz unsicher sind. Sie riskieren sonst unter Umständen teure Abmahnungen!

 

Praxis-Tipp
Für mehr Informationen nehmen Sie einfach an unserem kostenlosen Webinar "Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten" teil:

Kommentare  
Timmi
-1 # Timmi 10.06.2017, 22:32 Uhr
Ja Spitze,

ich möchte auch nicht für irgendwelche Schattenprofile missbraucht werden. Was kann ich denn nun tun? Mir stinken diese Social Media Buttons. Kann / darf ich die wenn ja, wo melden? Oder ist das Gesetzlich noch nicht endgültig abgeschlossen?

Was kann ich also dagegen unternehmen?

Vielen Dank.
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Hartesleben
0 # Hartesleben 11.06.2017, 17:52 Uhr
Niemand zwingt dich zu surfen.
Das ein Gericht überhaupt sich mit solch banalen Themen beschäftigt...
Benutze vpn oder sichere deine Verbindung... Es gibt 1k Möglichkeiten wie man nicht getrackt wird... Aber kaum verlangt man für Inhalten Gebühren, schon lenkt man ein und lässt alles zu...
Einfach nur schwach. Warum dürfen die Versicherungen dich tracken? Klage Mal dagegen!
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Franz
0 # Franz 12.06.2017, 12:51 Uhr
gar keine plugins und die links zu den einezelnen sharer.php manuell setzen ist von jeher die beste lösung :-)
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
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