Datenschutz: Facebook führt Privacy-Center ein

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Facebook macht es seinen Usern nach wie vor schwer, die eigenen Daten zu schützen. Das will das Social Network jetzt ändern, indem es ein neues Privacy-Center einführt. Was erwartet Nutzer? Und warum legt die Datenkrake Facebook plötzlich Wert auf Transparenz?

Facebook veröffentlicht Datenschutzgrundlagen

Facebook hat vor wenigen Tagen seine Einstellungen für die Privatsphäre überarbeitet. In dem Zuge hat das Netzwerk erstmals auch seine Datenschutzgrundlagen veröffentlicht. Damit zeigt Facebook seinen Nutzern zum ersten Mal transparent, welche Informationen es zu welchem Zweck sammelt und teilt. Bisher versteckte es diese Informationen in endlos langen Infos und undurchsichtigen Nutzungsbedingungen.

Privacy Center vor Start

Doch damit nicht genug: Facebook kündigte jetzt an, weltweit ein sogenanntes Privacy Center einzuführen. Dieses soll Usern alle relevanten Datenschutz-Einstellungen an einem Ort zugänglich machen. Sie sollen so ihre Daten leichter verwalten und schützen können. Um Nutzer darauf aufmerksam zu machen, will das Unternehmen in den kommenden Wochen Erklärvideos im Newsfeed anzeigen. Wann genau Facebook das Privacy Center einführen will, ist bisher noch unklar.

Darum setzt sich Facebook plötzlich für Nutzerdaten ein

Mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) führt die EU im Mai strengere Regeln zur Verarbeitung und Speicherung personenbezogener Daten ein. Diese verpflichtet Unternehmen unter anderem dazu, User ausdrücklich um Erlaubnis zu bitten, bevor sie ihre Daten nutzen. Zudem müssen sie die Daten dann einheitlich und transparent verwalten. Das soll Usern mehr Kontrolle über ihre Daten geben und einen Missbrauch durch Dritte verhindern.

Die Verordnung trifft Unternehmen erstmals nicht nach ihrem Sitz, sondern nach dem Markt, in dem sie tätig sind. Auf diese Weise können sich Firmen den neuen Auflagen nur schwer entziehen. Die DSGVO trifft auch Facebook, so dass der Konzern aktuell gezwungen ist, seinen Umgang mit Userdaten zu überarbeiten. Denn: Die Strafen für Verstöße gegen die neue DSGVO sind empfindlich. Das Gesetz spricht von Strafen von bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes.

Fazit

Die anstehende DSGVO sorgt bei Facebook für das, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: ein transparenter Umgang mit Userdaten. Damit dürften Nutzer das versprochene Privacy Center spätestens zum Start der DSGVO im Mai in ihrem Account vorfinden.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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