Gegen Monopole: Nahles will Facebook und Co. zum Datenteilen verpflichten

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Konzerne wie Facebook, Apple, Amazon und Google haben fast in allen Ländern der Welt eine Monopolstellung. Das gefällt der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles überhaupt nicht. Sie hat sich daher jetzt für ein Gesetz ausgesprochen, dass die Marktmacht der Big Player eingrenzen soll. Was könnte so ein Gesetz bewirken?

Was bemängelt Nahles an Facebook, Google und Co.?

Die großen Digitalkonzerne haben sich ein Monopol geschaffen, das den fairen Wettbewerb der deutschen Sozialwirtschaft untergräbt. Das würden auf lange Sicht nicht nur Konkurrenten, sondern auch Arbeitnehmer und Verbraucher zu spüren bekommen. Nahles sieht es daher als Fehler, dass es Platzhirschen wie Facebook erlaubt wurde, andere große Unternehmen wie WhatsApp und Instagram zu übernehmen. Sie sieht diesen Schritt jedoch nicht als unumkehrbar. Denn: Ein „Daten-für-Alle-Gesetz“ könnte diese Entwicklung wieder korrigieren.

Wozu wären Unternehmen durch ein „Daten-für-Alle-Gesetz“ verpflichtet?

Ein „Daten-für-Alle-Gesetz“ würde alle Unternehmen, die einen festgelegten Marktanteil für eine bestimmte Zeit überschreiten, verpflichten, ihre Daten öffentlich zu teilen. Dabei sollen sie einen anonymisierten und repräsentativen Teil ihrer Daten zur Verfügung stellen, so Nahles zu ihrer Idee.

Das soll das „Daten-für-Alle-Gesetz“ bewirken

Auf Basis der veröffentlichten Daten könnten andere Unternehmen eigene Ideen entwickeln und neue Produkte entwerfen. Als Vorbild nannte Nahles die Pharma-Branche. Hier dürfen Konkurrenten nach Ablauf eines Patents Medikamente nachahmen und verkaufen. So ein Gesetz hätte Folgen für Apple, Twitter und Co.: Es würde den Wettbewerbsdruck erhöhen und der IT-Branche neue Innovationen entlocken. Und: die Monopole der Großen aufbrechen.

Nahles warnt Digitalkonzerne

Andrea Nahles warnte die Digitalkonzerne, die Kritik an ihren Geschäftsmodellen ernst zu nehmen. Denn: Als letztes geeignetes Mittel sieht sie auch eine Aufspaltung der Unternehmen. Sollten diese ihrer Verantwortung für einen fairen Wettbewerb und für die soziale Marktwirtschaft nicht nachkommen, müsse man in der EU über so einen Schritt diskutieren, so die SPD-Vorsitzende.

Fazit

Nahles steht mit ihrer Kritik nicht allein da. Bereits 2014 hatte das EU-Parlament die Aufspaltung von Google gefordert. Die Grünen hatten sich im März für die Zerschlagung von Facebook ausgesprochen. International stößt die Marktmacht der Großen ebenfalls auf Kritik. So forderte beispielsweise der New Yorker Marketingprofessor Scott Galloway eine Zerschlagung der Monopolfirmen.

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Kommentare  
Klaus Landahl
0 # Klaus Landahl 30.08.2018, 09:16 Uhr
Nahles warnt, will diskutieren, spricht sich dafür aus und plant. Die EU hatte all das schon mal vor etlichen Jahren getan. Ergebnis: Null. Aussichten auf wirksame Maßnahmen in den nächsten 10 Jahren: Null. Leute wie Nahles haben das Selbstbestimmungsrecht der Demokratien doch längst an die Wirtschaft abgetreten. Nun schlagen sie immer mal mit den Stummelflügeln, aber mehr ist eben nicht drin.
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Niki
0 # Niki 29.08.2018, 12:23 Uhr
Richtig so, hier muss ein Riegel vorgeschoben werden, da wir längst nicht mehr in einer Demokratie leben, sondern in einer Konzerndikatur unterliegen, denn die Industrie und die Monopolisten haben immer mehr im Griff und unsere Städte und gewachsenen Sturkturen sterben aus, weil immer weniger ins Geschäft gehen. Facebook und Google machen mir inzwischen Angst, ich melde meine Webeseite auch bei bing und yahoo an, einfach weil ich persönlich google nicht uneingeschränkt unterstützen möchte! Nahles hat als recht, denn diese Dikatur nimmt schnell wieder faschistoide Züge an. Es geht längst nicht mehr alle Gewalt vom Volke aus, denn das Volk will wohl kaum, dass die Umwelt immer mehr zerstört wird, das wollen die pathologischen Narzissten, die über ein morgen nicht nachdenken und daher völlig verantwortungslos handeln! Sie sind so bedürftig, dass sie materialistisch soviel ansammeln müssen, Müll den sie und sonst niemand braucht, ausser um sich und andere von den eigenen persönlichen Problemen abzulenken. Konsum ist die Droge für den psychisch Kranken, den Neurotiker, deren Zahl inzwischen überwiegt. Diese Gesellschaft ist krank und geht ihrem Untergang entgegen, wenn solche Konzerne freie Hand haben.
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Hons Gerecht
0 # Hons Gerecht 17.08.2018, 16:30 Uhr
Nahles,
warum bemängelst Du das denn nun, das war aber doch immer so OK das die Großen immer grösser werden. Oder dürft Ihr da nicht mitspielen!
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