Facebook: Neues Datenleck betrifft 50 Millionen User

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Schlechte Nachrichten für Facebook: Erneut ist das soziale Netzwerk zum Ziel einer Hackerattacke geworden. Ein halbes Jahr nach dem letzten großen Datenskandal ist auch jetzt eine Vielzahl an Usern von dem Datenleck betroffen: Insgesamt 50 Millionen User sollen von dem Angriff betroffen sein. Dabei konnten die Hacker anscheinend nicht nur Profil-Informationen abrufen, sondern auch Anmeldungen bei anderen Diensten vornehmen, die mit Facebook verknüpft sind.

Hacker nutzten eine Schwachstelle bei der Profilansicht durch andere Personen

Dreh- und Angelpunkt für den Hackerangriff war eine Sicherheitslücke bei der Funktion, durch die User ihr Profil so betrachten können, wie es auch andere Personen sehen können. Der dabei erzeugte Token wurde von den Hackern manipuliert, sodass es möglich wurde, einen Zugriffsschlüssel herauszulesen. Facebook gab zu verstehen, dass weder Postings noch persönliche Nachrichten durch die Angreifer erzeugt wurden.

Als erste Gegenmaßnahme wurden circa 40 Millionen User ausgeloggt und aufgefordert, sich erneut bei Facebook anzumelden. Dies betrifft insbesondere die User, die im letzten Jahr Gebrauch von der Funktion „Anzeigen aus der Sicht von“ („view as“-Funktion) gemacht haben. Wichtig zu wissen: Die Hacker haben bei ihrem Angriff keine Passwörter gestohlen – dafür aber in großem Stil Daten wie Name, Geschlecht und Wohnort abgerufen.

Vorsichtshalber hat Facebook die Funktion abgeschaltet. Es ist vorerst daher nicht möglich, sich das eigene Profil aus der Sicht eines anderen Users anzeigen zu lassen. Dies ist als temporäre Maßnahme gedacht – bisher weiß niemand, was die Hacker mit den abgefragten Daten gemacht haben oder was sie damit noch machen wollen.

Vertrauen in das soziale Netzwerk schwindet mit jedem weiteren Datenskandal

Nicht das erste Mal erschüttert ein Datenskandal das Netzwerk von Mark Zuckerberg. Den ohnehin schon schwindenden Userzahlen wird der neue Angriff auf persönliche Daten nun noch mehr Aufwind bieten. Und auch die Anleger an den Finanzmärkten reagierten bereits irritiert: So verlor die Facebook-Aktie direkt nach Bekanntwerden des aktuellen Hackerangriffs 3,3 Prozent von ihrem Wert.

Fazit

Das Unternehmen selbst hat noch keinen Hinweis darauf, wer hinter der Attacke steckt und wann der eigentliche Angriff stattgefunden hat. Neben dem amerikanischen FBI sind gemäß der EU-Datenschutzverordnung (kurz: DSGVO) auch die zuständigen Behörden in Irland eingeschaltet worden, um weitere Ermittlungen durchzuführen. Die Irish Data Protection Commission wird nun gleichzeitig überprüfen, ob sich Facebook an die DSGVO hält.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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