Traumatisiert: Content-Moderatorin verklagt Facebook

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Terror, Gewalt und Pornographie: Content-Moderatoren bei Facebook sichten jeden Tag tausende verstörende Bilder und Videos. Sie entscheiden, ob die Inhalte online bleiben dürfen. Die ehemalige Content-Sichterin Selena Scola hat Facebook nach Ende ihres Engagements verklagt. Der Grund: Sie sei traumatisiert. Was wirft die Ex-Mitarbeiterin Facebook vor? Und was droht dem Netzwerk jetzt?

Das machen Content-Moderatoren bei Facebook

Content-Moderatoren bei Facebook sichten täglich anstößige Bilder, Videos und Live-Übertragungen. Dabei müssen sie zum Beispiel Enthauptungen, Kinderpornografie, Vergewaltigungen, Folter, Sex mit Tieren, Suizide und Morde sichten und diese offline nehmen. Facebook ist dabei nicht der einzige Konzern, der Content-Moderatoren beschäftigt. Alle weiteren großen Netzwerke wie Twitter und YouTube setzen ebenfalls tausende von Mitarbeitern ein, um ihre Timelines zu beobachten.

So viele Content-Moderatoren beschäftigt Facebook

Facebook beschäftigt zur Sichtung seiner Inhalte über 7.500 Moderatoren. Diese sind entweder angestellt oder über Zeitarbeitsfirmen beauftragt. Unter anderem sind sie auf den Philippinen und in den USA im Einsatz. In Deutschland hat Facebook zwei Zentren, die sich um anstößigen Content kümmern.

Darum verklagt die ehemalige Content-Moderatorin Facebook

Die Klägerin Selena Scola war als Content-Moderatorin für Facebook in den USA tätig. 9 Monate lang sichtete sie tausende Videos und Bilder. Nach Ende ihrer Zeit beim Zuckerberg-Konzern prognostizierte man ihr eine posttraumatische Belastungsstörung.

Sie wirft Facebook daher vor, Content-Moderatoren nicht vor den Folgen der Arbeit zu schützen. Das Unternehmen ignoriere die Sicherheit seiner Mitarbeiter, indem es ihnen kein sicheres Arbeitsumfeld schaffe. Sie würden daher unheilbar traumatisiert. Die Kanzlei, die Scola vertritt, fordert von Facebook eine Versorgung der Moderatoren sowie die Einrichtung eines Fonds für medizinische Tests.

So reagiert Facebook auf die Klage

Facebook gab an, die Behauptungen der ehemaligen Mitarbeiterin zu prüfen. Gleichzeitig ließ der Konzern wissen, dass die Arbeit von Content-Moderatoren schwierig sei, sie würden jedoch ein spezielles Training erhalten und könnten jederzeit auf psychologische Hilfe zurückgreifen.

Fazit

Im Falle einer Niederlage vor Gericht könnte Facebook ein mangelnder Schutz seiner Mitarbeiter richtig teuer werden. Denn: Die Kanzlei, die Scola vertritt, strebt ein Sammelklage in den USA an.

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