Maßnahmen gegen Double Content: Facebook straft geklaute Inhalte ab

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Double Content ist nicht nur ein lästiges Ärgernis für User, die auf der Suche nach aktuellen Informationen sind – er zeichnet sich auch durch einen Mangel an Mehrwert aus und wird von Suchmaschinen wie Google daher konsequent mit einem schlechten Ranking „belohnt“. Nun ist auch Facebook auf den Zug aufgesprungen und straft Double Content entsprechend ab : Damit möchte Facebook auch weiterhin die Qualität der Inhalte sichern und einzigartigen und qualitativ ansprechenden Content fördern.

Das Ende für Clickbaiting und Copy & Paste

Mit der Modifizierung des Facebook Algorithmus geht das Unternehmen auch gegen sogenanntes Clickbaiting und Spam vor. Beim Clickbaiting werden User durch extrem reißerische Überschriften zum Klicken verleitet. Ziel des Clickbaitings ist der Aufruf des dahinterstehenden Artikels, der oft nur wenig Mehrwert bietet und in der Regel lediglich Banalitäten und Allgemeininformationen enthält. Im Allgemeinen werden Clickbaiting-Posts auf Facebook dem Spam zugerechnet.

Indem Facebook sowohl Double Content (also doppelte Inhalte, die lediglich abkopiert werden) als auch Clickbaiting bzw. Spam abstraft, soll der News Feed für User hochwertiger und informativer werden.

Wo zieht Facebook konkrete Grenzen?

Fraglich ist jedoch, wo Facebook die konkreten Grenzen zieht: Ist Double Content bereits dann gegeben, wenn Headlines kopiert und gepostet werden oder bedarf es mehr Copy und Paste, um Double Content anzunehmen? Tatsächlich werden die fraglichen Inhalte durch Facebook wohl abgeglichen und aufgrund der Ähnlichkeit zu bereits vorhandenen Inhalten auf anderen Seite bewertet.

Nicht nur der News Feed, sondern auch die bezahlten Anzeigen bzw. Landing Pages auf Facebook sind von der Änderung im Algorithmus betroffen: Das erscheint zumindest fragwürdig, denn immerhin ist das Steuern von Klicks genau das Ziel der User, die für die Anzeigen bezahlen. Dennoch möchte Facebook auch hier konsequent gegen plumpes Werben vorgehen.

Fazit

Für User ist der neue Facebook-Algorithmus ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zu mehr Qualität und weg von Spam und ungewünschtem Content. Derartige Postings können zwar immer noch veröffentlicht werden – sie sind aber in Zukunft auf weit weniger prominenten Plätzen zu finden als dies bisher der Fall war. Damit werden ganz automatisch weniger Klicks generiert: Ein deutliches Zeichen an die Unternehmen, die in der Vergangenheit mit dieser Strategie auf eine Umsatzsteigerung gehofft haben.

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Kommentare  
Dieter Greven
+1 # Dieter Greven 06.11.2018, 14:52 Uhr
Tja, dann hat sich ja wohl die Teilen-Funktion in Facebook für die Zukunft erledigt und gehört gelöscht. Mit jedem Teilen fabriziert der User ja sonst duplicate content.
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