Facebook: Hacker veröffentlichen private Facebook-Nachrichten

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Facebook ist und bleibt in den Schlagzeilen und schon wieder gibt ein Hacker-Angriff Anlass zur Sorge. Auch bei diesem Angriff stellt das soziale Netzwerk aus Kalifornien die Zielscheibe dar. Laut neuesten Meldungen haben sich Hacker Zugang zu rund 250.000 Facebook-Accounts verschafft – und private Nachrichten von rund 80.000 Usern veröffentlicht. Möchte man den Hackern selbst glauben, so ist die Zahl der betroffenen Konten noch deutlich höher: Sie sprechen von rund 120 Millionen Accounts, die dem Hackerangriff zum Opfer gefallen sind.

Unklar ist, wer für das Datenleck verantwortlich ist

Nicht nur private Nachrichten, sondern auch persönliche Daten wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden durch die Hacker öffentlich gemacht – und zum Verkauf angeboten. Gemäß den Informationen der BBC boten die Hacker an, für einen Preis von jeweils 10 Cent pro Konto den Zugriff zu ermöglichen. Erste Hinweise auf das Datenleck gab es demnach bereits im September; mittlerweile ist die Sicherheitslücke geschlossen und der Zugriff gestoppt.

Eine erste Untersuchung hat tatsächlich Betroffene zutage gefördert: So gehörten die öffentlich gemachten Beiträge tatsächlich zu realen Accounts existierender User – die genutzten Inhalte waren dabei ganz unterschiedlicher Art: Chatinhalte und intime Nachrichten gehörten ebenso zu den veröffentlichen Facebook-Inhalten wie private Urlaubsfotos.

Fraglich ist bisher noch, wer die Verantwortung für die erneute Sicherheitspanne bei Facebook trägt: Das Unternehmen selbst weist eine Verantwortlichkeit weit von sich – demnach seien schädliche Browser-Erweiterungen schuld an dem Datenleck und keine systeminternen Lücken.

Betroffene Accounts stammen überwiegend aus Russland und der Ukraine

Der Angriff betraf überwiegend Konten aus Russland und der Ukraine sowie vereinzelt Konten aus Großbritannien, den USA, Brasilien und anderen Ländern. Berichte über deutsche Konten, die bei dem Hackerangriff ausgespäht wurden, gibt es bisher nicht. Auch die Hacker selbst scheinen ihren Ursprung in Russland zu haben: So konnte der Ursprung der Postings mit den persönlichen Inhalten bis nach Sankt Petersburg zurückverfolgt werden.

Fazit

Facebook ist und bleibt ein extrem lukratives Ziel für Angreifer – die Hackerangriffe, die in den letzten Monaten scheinbar gar kein Ende mehr nehmen wollten, zeigen deutlich, dass das Interesse unverändert hoch geblieben ist. Dabei ist Facebook aber mehr denn je darauf angewiesen, dass User nicht aufgrund von Sicherheitsproblemen dem Netzwerk den Rücken kehren – je mehr Skandale, desto mehr User nehmen von Facebook Abschied. Meldungen über schwindende Userzahlen waren bereits vor Monaten ein Thema und auch nach den neueren Datenskandalen wird sich das nicht so schnell ändern.

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