Schmutzkampagne gegen Konkurrenten: Facebook-Führung will nichts gewusst haben

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Facebook engagiert eine PR-Agentur, die Konkurrenten und Kritiker diffamieren soll. Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg wollen davon jedoch nichts gewusst haben. Wer hat die Agentur beauftragt? Und wie reagierte Facebook auf die Vorwürfe?

Facebook diffamiert Kritiker

Facebook hatte die PR-Agentur Definers Public Affairs beauftragt, um Tech-Konkurrenten wie Google und Apple sowie politische Gegner mit negativen Schlagzeilen zu überziehen – und das über Monate hinweg. Diese sollten von Facebooks Fehlern im Umgang mit russischer Wahlbeeinflussung ablenken.

Ursprünglich sollte die Agentur die Berichterstattung über Facebook analysieren. Im Oktober letzten Jahres bekam sie dann jedoch den Auftrag, Schmutzkampagnen zu fahren. Dabei soll vor allem die Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg die Kampagne beaufsichtigt haben. Das hatte die New York Times herausgefunden.

So reagierte Facebook auf die Vorwürfe

Mark Zuckerberg gab sich zu den Vorwürfen überrascht. Er habe erst aus einem Zeitungsbericht davon erfahren. Seine Erklärung für die Diffamierungen: Mitarbeiter aus dem Kommunikationsteam müssen die Kampagne in Auftrag gegeben haben. Gleichzeitig wehrte sich Zuckerberg, dass das nicht seine Art sei, ein Unternehmen zu führen. Facebook sei eine große Firma, so dass immer etwas passieren könnte, das er nicht mitbekommt.

Sheryl Sandberg gab an, dass auch sie nichts von der Kampagne wusste. Sie räumte jedoch ein, dass sie in ihrer Position davon hätte wissen müssen. Und: Sie wehrte sich gegen die Vorwürfe, dass Facebook nicht an der Wahrheit interessiert gewesen sein und die Ermittlungen behindert haben soll. 

Diese Konsequenzen zog Facebook

In einem ersten Schritt beendete Facebook seine Zusammenarbeit mit der PR-Agentur. Eine Kündigung von Sandberg kommt für Zuckerberg jedoch nicht infrage. Sie leiste insgesamt gute Arbeit. Stattdessen will Zuckerberg die Geschäftsbeziehungen mit PR-Agenturen auf den Prüfstand stellen, damit so etwas nicht noch einmal passiert.

Fazit

Facebook ist anscheinend nicht das einzige Unternehmen, das mit Definers Public Affairs zusammengearbeitet hat, um politische Gegner und Konkurrenten zu diffamieren. Der Chiphersteller Qualcomm soll die Agentur ebenfalls beauftragt haben, um den Konkurrenten Apple in ein schlechtes Licht zu rücken. Das hatte eine Untersuchung des Business Insiders herausgefunden.

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