Propaganda: Facebook sperrt pro-russische Fake-Accounts

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Der Zuckerberg-Konzern rüstet sich für das bevorstehende Wahljahr. Bei den Abstimmungen in der Europäischen Union, in Indien, Nigeria und der Ukraine soll eine Manipulation über das soziale Medium verhindert werden. In diesen Ländern gelten deshalb strengere Auflagen für politische Anzeigen. Auch bei Fake News und verdächtigen Accounts soll rigoros durchgegriffen werden. Gerade wurden mehr als 350 Seiten und Konten gelöscht. 

Fangemeinde von 800.000 Followern

Nicht die Inhalte, sondern die Täuschungsmanöver der Betreiber bewegten die Kontrolleure zum Handeln. Die 289 Seiten und 75 Accounts stellten sich im Netz als unabhängig dar. Tatsächlich aber gehörten alle zu einem einzigen großen Netzwerk. Koordinator: die Moskauer Nachrichtenagentur Sputnik. Von westlichen Geheimdiensten wird sie als Propagandamaschine der russischen Regierung eingestuft. „Coordinated inauthentic behavior“ nennt Facebook das Verhalten, bei dem Seitenbetreiber Identität, Standort und Kooperationspartner vertuschen. Wer es in großem Stil betreibt, muss gehen – auch dann, wenn die Inhalte auf den ersten Blick mit den Community Standards übereinstimmen.  

Werbung im Wert von 135.000 US-Dollar

Wirtschafts- und politische Nachrichten, Reisen, Sport und Wetter. Auf den ersten Blick unterschieden sich die Meldungen nicht von anderen News-Seiten. Einige berichteten allerdings besonders häufig über NATO-feindliche Stimmungen, über Protestbewegungen und Korruption. In den vergangenen sechs Jahren buchte das Netzwerk Werbeanzeigen für 135.000 Dollar. Daneben veröffentlichte man Hinweise auf fast 200 Veranstaltungen, für die sich 1200 Personen interessierten. Worum es dabei ging und ob die Events tatsächlich stattfanden, ist noch nicht bekannt. Mit der weiteren Auswertung der Seiten beschäftigen sich inzwischen auch die Strafverfolgungsbehörden. 

Achtung Wahlkampf: Strengere Regeln für politische Anzeigen

Schon in den vergangenen Tagen hatte Facebook besondere Kontrollen im Zusammenhang mit bevorstehenden Wahlen angekündigt. Betroffen sind 2019 die Europäische Union, aber auch Indien, Nigeria und die Ukraine. Wer hier politische Werbung schalten will, muss nicht nur seine Identität, sondern auch den Standort offenlegen. Anzeigen aus dem Ausland werden nicht zugelassen. Der Konzern reagiert damit auf die Erfahrungen bei den letzten Abstimmungen in den USA, Brasilien und Großbritannien. 

Fazit

Einen Missbrauch seiner Plattform zu Manipulationszwecken will Mark Zuckerberg künftig verhindern. Das Löschen der 300 pro-russischen Seiten ist ein kleiner Schritt auf diesem Weg. Ob auch die weiteren Kontrollmaßnahmen greifen, wird sich bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in den kommenden Monaten zeigen. 

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