Facebook: Die Hälfte der aktiven Accounts sind Fake-Konten

(1 Bewertung, 5.00 von 5)

Facebook steht weiterhin unter Beschuss: Nach den vielen Datenskandalen im letzten Jahr ist das soziale Netzwerk auch in diesem Jahr wieder in den Schlagzeilen vertreten. Eine neue Untersuchung legt jetzt nahe, dass rund die Hälfte der aktiven Accounts auf Facebook reine Fake-Konten sind.

Offizielle Nutzerzahlen anscheinend nicht zutreffend

Zwar verkündet die Plattform aus Kalifornien immer wieder beeindruckende Nutzerzahlen – ob diese nun aber tatsächlich der Realität entsprechen, kann angesichts der genannten Studie zumindest in Frage gestellt werden. Aktuell geht Facebook selbst von einer aktiven Nutzerzahl von 2,2 Millionen Accounts pro Monat aus.

Fake-Accounts sind zumindest dann mehr als nur ein Schönheitsfehler in der eigenen Statistik, wenn es darum geht, genau diesen Accounts auf die Spur zu kommen. Auch hier geht aus der genannten Untersuchung von Facebook-Kritiker Aaron Greenspan hervor, dass Facebook selbst über keine Möglichkeit verfüge, Fake-Accounts von echten Accounts zu unterscheiden.

Facebook ist das Problem bewusst – streitet die Vorwürfe aber ab

Dem Unternehmen um Gründer Marc Zuckerberg selbst ist diese Problematik bewusst – immerhin werden hier in den Statistiken auch offiziell false bzw. fake accounts aufgeführt. Daneben kommt es regelmäßig zur Schließung von Accounts. Im Jahr 2018 waren das fast 600 Millionen Accounts.

Dennoch weist man die Ergebnisse der Greenspan-Untersuchung weit von sich – die Studie sie schlichtweg falsch, so ein Unternehmenssprecher.

Fazit

Insgesamt 2 Milliarden aktive Nutzer – Facebook ist stolz darauf, mit dem sozialen Netzwerk neue Maßstäbe zu setzen. Dabei geht es nicht nur um den eigenen Ruf, sondern auch um viel Geld: Immerhin ist das börsennotierte Unternehmen als Aktiengesellschaft auf das Wohlwollen der Aktionäre angewiesen. Diese reagierten ziemlich schnell und äußerst empfindlich auf die Anschuldigungen: Gleich nach der Veröffentlichung fiel der Facebook-Aktienkurs daher deutlich.

Daneben spielt Facebook als Werbeplattform weltweit eine herausragende Rolle: Auch das funktioniert natürlich nur dann, wenn die Nutzerzahlen weiterhin interessant bleiben. Die auf Facebook geschaltete Werbung zeichnet sich durch ihren personalisierten Charakter aus und ist daher für die Werbetreibenden nur dann interessant, wenn sich hinter dem Account auch eine reale Person verbirgt.

Die Zunahme an Fake-Accounts wird auch durch „Dienstleister“ bzw. Agenturen gefördert, die Fake-Accounts verkaufen. Sie betreiben oft mehrere tausend Accounts – und werben damit, als Fake nicht aufzufliegen. Erkannt werden diese nur selten: Das gilt auch für Zweitaccounts, von denen viele User Gebrauch machen.

Anzeige
Kommentare  
Tim Neubert
0 # Tim Neubert 13.02.2019, 12:00 Uhr
Das sehe ich auch so, FB kann gar nicht feststellen welches ein Fake Account ist. Noch genauso schön ist, das FB auch nicht weiß/wissen kann ob mir gefällt, was ich im System preisgebe. Ich mag etwas, was ich überhaupt nicht mag. Bekräftige dies indem auf die Spielchen eingegangen wird. Lookalike oder Retargeting. Ein Warenkorb gefüllt, dann aber den Vorgang abbrechen.

2. Accounts dürften auch kein Problem sein, zumal man den auf einem anderen PC anlegen und arbeiten kann.

Auslöser ist das tracken von nichtusern, der ich immer einer war. Die Aktionen von FB stellen für mich illegale Praktiken dar. Das ganze System der Datenbeschaffung ist ein NoGo! Online wie Offline Datenbeschaffung. Einfach jeder wird getrackt mit oder ohne Account - unglaublich. Das soll zur Datensicherheit beitragen, lt. Aussage von Zuckerberg.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Facebook: Neue Abmahnwelle wegen fehlendem Impressum? Bereits mehrfach berichteten wir von den Abmahnungen der ehemalige Binary Services (nun: Revolutive Systems) im Zusammenhang mit angeblichen Impressumverstößen ...
Weiterlesen...
Bundesweite Razzia: Polizei durchsucht 60 Wohnungen wegen Internet-Hetze auf Facebook Hasspostings im Internet sind strafbar. Dass sie auch verfolgt werden, ist jetzt bei einer Razzia in 14 Bundesländern deutlich geworden. Die Polizei hat dabei d...
Weiterlesen...
Facebook: Wertet das soziale Netzwerk private Nachrichten aus? User in den USA werfen Facebook vor, private Nachrichten auszuwerten, um Daten an Werbungstreibende zu verkaufen. Sie reichten Klage ein. Facebook hingegen we...
Weiterlesen...
Datenweitergabe an Facebook: Verbraucherzentrale verklagt WhatsApp Nachdem Whatsapp der Forderung nach einer Unterlassungserklärung nicht nachgekommen ist, sieht man sich nun vor Gericht: Die Verbraucherschützer haben wegen wid...
Weiterlesen...
Facebook: Nutzer erhalten mehr Einfluss auf Newsfeed Das größte soziale Netzwerk reagiert auf Kritik an der Intransparenz seiner Algorithmen. Künftig sollen App-Nutzer leichter herausfinden, warum ihnen bestimmte ...
Anzeige DSGVO
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.

SSL-Zertifikate, Code-Signing, S/MIMEOrdnungsgemäße Rechnungen einfach online erstellen!Suchmaschienoptimierung & OnlinemarketingRechtsschutzversicherungRechtliche OnlineShop-PrüfungFairness im Handel
Anzeige
eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details
Support