Facebook: Nutzer erhalten mehr Einfluss auf Newsfeed

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Das größte soziale Netzwerk reagiert auf Kritik an der Intransparenz seiner Algorithmen. Künftig sollen App-Nutzer leichter herausfinden, warum ihnen bestimmte Posts angezeigt werden. Auch über die individuell zugeordnete Werbung will Facebook besser informieren. So können Verbraucher beispielsweise erkennen, welche Unternehmen mit hochgeladenen Kundenlisten arbeiten.

Drei Schlüsselfaktoren bestimmen das Ranking

Das Drop-down-Menü in der linken oberen Ecke jedes Posts soll bald um einen Punkt erweitert werden: „Why am I seeing this Post?“ gibt beim Antippen Aufschluss darüber, wieso die Nachricht in der eigenen Timeline auftaucht. Nach Angaben von Facebook sind es tausende von Merkmalen, die den Algorithmus beeinflussen. An erster Stelle allerdings steht die Häufigkeit der eigenen Reaktionen auf die Posts des jeweiligen Profils. Auch der Nachrichtentyp spielt eine Rolle: Wer oft Videos, Fotos oder Links anklickt, findet diese Inhalte vermehrt im Newsfeed. Als dritten Punkt nennt Produktmanagerin Ramya Sethuraman die Beliebtheit der Meldungen bei befreundeten Mitgliedern, Gruppen oder Seiten.

„Warum wird mir das angezeigt?“

Wunsch der Nutzer sei es gewesen, konkrete Informationen zum Ranking einzelner Posts abrufbar zu machen, so Facebook. Unter „Why am I seeing this?“ wird nun angegeben, wie lange sie eine Seite bereits abonniert und welche Beiträge sie in jüngster Zeit kommentiert haben. Bei Bedarf lässt sich sofort Abhilfe schaffen, indem eine Person entfreundet oder eine Seite höher bewertet wird. Anstatt sich mühsam durch die Einstellungen zu klicken, gelangen User per Direktlink zu den Newsfeed-Einstellungen und den Privatsphäre-Verknüpfungen.

Eigene Vorlieben auch bei Werbung

Bereits seit 2014 informiert Facebook in ähnlicher Weise über die Auswahlkriterien von Anzeigen. Schon bisher konnten Nutzer erfahren, welche vorher besuchten Seiten für das Erscheinen einer Werbung verantwortlich war. Hier sind künftig weitere Informationen sichtbar: beispielsweise, dass das Unternehmen eine Kundenliste hochgeladen hat, in der E-Mail-Adresse oder Telefonnummer des Accountinhabers auftauchten. Verzeichnet ist auch, ob und gegebenenfalls mit welcher Werbeagentur der Anbieter zusammenarbeitet. Daneben weist Facebook allerdings darauf hin, dass es zahllose weitere Kriterien für die Auswahl von Anzeigen gibt, unter anderem Alter, Geschlecht, Wohnort und sonstige Eigenschaften.

Fazit

Das soziale Medium will seinen Algorithmus durchschaubarer machen. Mit einem Klick will es Nutzern zeigen, welche Schlüsselfaktoren für die Anzeige einzelner Posts und Werbungen verantwortlich sind. Wer mit der Auswahl nicht zufrieden ist, kann ebenso leicht an Ort und Stelle Veränderungen vornehmen. Obwohl die Funktion bereits Anfang der Woche starten sollte, scheint sie in Deutschland bisher noch nicht abrufbar zu sein.

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