Extremismus: Facebook verschärft seine Regeln

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Facebook steht immer wieder in der Kritik, nicht genug gegen Hass, Gewalt und Extremismus auf seiner Plattform zu tun. Das Netzwerk verschärfte jetzt daher seine Regeln. „Weiße Nationalisten“, Anhänger eines radikalen, rassistischen Milieus aus den USA, stuft Facebook jetzt als Extremismus ein. Was unternimmt Facebook noch gegen Hass? Und warum verschärft das Netzwerk seine Regeln?

So hat Facebook seine Regeln verschärft

Neben der neuen Einstufung der Weißen Nationalisten hat Facebook auch seine Gemeinschaftsrichtlinien erweitert und den Begriff Terrorismus neu definiert. Jetzt verstoßen alle Gruppen, nicht-staatliche Organisationen und Personen, die sich für Gewalt aussprechen oder daran beteiligen, gegen die Regeln. Bisher mussten Gruppen Gewaltakte ankündigen. Jetzt reicht es aus, wenn sie eine Ideologie vertreten. Insgesamt hat Facebook bereits 200 Organisationen von seiner Plattform entfernt, die dem Weißen Nationalismus angehören. Zudem verweist Facebook Nutzer, die nach radikalen oder extremistischen Inhalten suchen, an Organisationen, die ihnen Wege aus der Hassspirale zeigen sollen.

Um die neuen Regeln umzusetzen, hat Facebook sein Team zur Bekämpfung von extremistischen Inhalten ausgebaut. Mittlerweile sind in diesem Bereich 350 Personen mit Expertise in den Bereichen Terrorismusbekämpfung und Deradikalisierung aktiv.

Warum kämpft Facebook stärker gegen Hass und Gewalt?

Facebook kämpft aus 2 Gründen verstärkt gegen Hass auf seiner Plattform. Zum einen hatte der Angreifer des Christchurch-Attentats seine Tat live auf Facebook gestreamt. Das hatte das Netzwerk nicht erkannt. Die verschärften Regeln sind damit auch eine Reaktion auf das Massaker. Zum anderen muss Facebook wieder einmal vor den US-Kongress. Das Justizkomitee will diesmal wissen, welche Maßnahmen Facebook gegen Gewaltaufrufe und Hassrede einsetzen will. Konkret will es erfahren, wie das Netzwerk mit terroristischen Organisationen umgehen will.

Fazit

Facebook ist bereits jetzt stark damit beschäftigt, Hassposts zu entfernen. So löschte das Unternehmen in den letzten 2 Jahren 26 Millionen Inhalte, bevor diese gemeldet wurden. Das entspricht 99 Prozent aller entfernten Posts, wie Facebook selbst angibt. Im November will das Netzwerk einen Transparenzbericht vorlegen. Dieser soll zeigen, welche weiteren Fortschritte es in der Bekämpfung von Gewalt und Hass auf seiner Plattform gemacht hat.

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