Facebook: Haben Libra-Partner Zweifel an der Digitalwährung?

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Bisher ist es allein Facebook, das sich weiter für seine Digitalwährung Libra ausspricht. Die Projektpartner dagegen halten sich zurück. So auch, als Facebook sie kürzlich darum bat, Libra öffentlich Unterstützung auszusprechen. Das Wall Street Journal berichtet jetzt: Erste Unternehmen haben Zweifel an der Kryptowährung. Wer denkt über einen Ausstieg nach?

Diese Unternehmen vertreten Facebooks Libra

Die Libra Association hat 28 Gründungsmitglieder. Dazu zählen unter anderem PayPal, Stripe, MasterCard, Visa, Booking.com, Vodafone, eBay, Lyft, Uber und Spotify sowie Facebook selbst in Form seines Tochterunternehmens Calibra. Jedes Mitglied verpflichtete sich, 10 Millionen US-Dollar in das Projekt einzuzahlen. Bis zum Start von Libra im nächsten Jahr soll die Kryptowährung hundert Projektpartner haben, so der zuständige Facebook-Manager David Marcus.

Welche Unternehmen haben Zweifel an Libra?

Libra erhält derzeit starken Gegenwind vor allem aus Europa und den USA. So hatte der französische Finanzminister Anfang September angekündigt, Libra in der EU verhindern zu wollen. Die EU-Kommission kündigte zudem an, die Digitalwährung genau zu überprüfen. Denn: Die Behörde befürchtet eine Vormachtstellung Facebooks. Und: Der US-Schatzmeister sprach sich gegen Libra aus.

Visa und MasterCard sollen vom Widerstand abgeschreckt sein. Sie sollen daher über einen Ausstieg nachdenken. Das berichtet das Wall Street Journal. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg nannte darüber hinaus auch die Online-Bezahldienste PayPal und Stripe. Diese sollen aufgrund des Gegenwindes ebenfalls unentschlossen sein. Keins der Unternehmen hat sich bisher zu den Berichten geäußert.

Facebook kämpft weiter gegen Bedenken

Facebook versucht weiter, die großen Bedenken gegenüber Libra im eigenen Land und in Europa auszuräumen. So widersprach das Unternehmen kürzlich dem Vorwurf, Libra könne in die Hoheit von Notenbanken eingreifen. Der Coin würde kein neues Geld ausgeben. Das solle weiter alleinige Aufgabe der Staaten bleiben.

Fazit

Sollten tatschlich Unternehmen die Libra Association verlassen, könnte das erhebliche Auswirkungen auf das Standing der Digitalwährung haben. Denn: Mit weniger Mitgliedern sinkt auch die Reichweite des Coins. Bei einem Ausstieg von Visa und MasterCard würde Facebook wichtige Zahlungsnetzwerke verlieren.

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Kommentare  
Tim Neubert
-2 # Tim Neubert 14.10.2019, 23:53 Uhr
Das ist Gut wie es ist. Im Besten Fall wird es Libra nie geben. Positiv, das PAYPAL, Mastercard und VISA nicht mehr dabei sind. Ich habe gelesen, dass diese Institute für eine gewisse Seriosität stehen und damit eine Positive Wirkung haben.
Ich finde aber das genau das Gegenteil der Fall ist.

Dazu muss man wissen, mir geht es nicht um das Zahlungsmittel!

Bei mir sträubt es sich sobald ich irgendwo lese das FB dahinter steht. Dann werden Erinnerungen wach, wie Cambridge. Oder das gesamte gehabe von FB im Bereich Privatsphäre. Die es ja nicht einmal gibt. Es tauchen lecks auf, FB verspricht diese zu 'stopfen'. Aber dann tauchen noch weitere auf. Ein Fass ohne Boden.

Um die Kurve zu kriegen.. FB und Finanzen ist für mich ein NoGo.
FB ist bereits zu mächtig.


Jetzt kommen PAYPAL, Mastercard und VISA ins Spiel, die mit FB kooperieren. Damit haben diese Firmen eher einen negative Wirkung als positiv. Daher ist es gut, das sie sich entscheiden (vorerst) nicht dabei zu sein. Ich hoffe, es bleibt so.

Nette Grüße
Tim
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