Ungeprüfte Politiker-Posts: Facebook-Mitarbeiter protestieren

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Mark Zuckerberg hatte vor zwei Wochen betont: Facebook wolle politische Anzeigen und Posts nicht auf Fakten überprüfen. Der Facebook-Chef glaubt daran, dass in einer Demokratie Menschen darüber entscheiden sollten, was glaubwürdig ist – und nicht Tech-Konzerne. 250 Mitarbeiter sehen das anders, wie die New York Times berichtet. Die Belegschaft veröffentlichte daher auf einer internen Kommunikationsplattform einen Brief. Darin widerspricht sie Zuckerbergs Ansatz scharf. Was bemängeln die Mitarbeiter? Und wie würden sie mit Politiker-Posts umgehen?

Was bemängeln Facebooks Mitarbeiter?

Die Mitarbeiter sehen Zuckerbergs Position als eine Bedrohung für das, wofür Facebook stehe. Daher wollen sie eine Veränderung. Facebook vertrete zwar Meinungsfreiheit, diese sei jedoch nicht mit unkontrollierten und bezahlten Politiker-Posts gleichzusetzen. Politiker würden die Plattform als Waffe missbrauchen. Facebook mache sich durch die Veröffentlichung von bezahlten Falschinformation unglaubwürdig. Und: Es unterwandere die Arbeit, die das interne Integritäts-Team in den Umgang mit schwierigen Themen, wie Posts mit Bezug zur Präsidentschaftswahl 2020, gesteckt hat. Die Mitarbeiter stellen sich daher klar gegen die von Zuckerberg vorgegebene Richtlinie. Sie fordern, dass der Facebook-Chef seinen Umgang mit Politiker-Beiträgen ändert.

Diese Vorschläge machen die Mitarbeiter

In ihrem Brief machen die Mitarbeiter auch Vorschläge, wie sie mit Politiker-Posts umgehen wollen. Facebook müsse politische Werbung mit Falschinformationen entfernen – so wie bei jeder anderen Werbung auch. Darüber hinaus solle das Netzwerk politische Werbung deutlich kennzeichnen und die Targeting-Möglichkeiten für politische Werbung einschränken. Daneben müsse Facebook eine Obergrenze einführen, wie viel Geld Politiker in Werbung auf der Plattform stecken dürfen. Erst kürzlich hatte Donald Trump zwischen 1,3 und 3,8 Millionen US-Dollar in Facebook-Anzeigen investiert, um sein drohendes Amtsenthebungsverfahren zu verhindern.

Fazit

Zuckerberg selbst hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Das Netzwerk gab lediglich an, dass Facebooks Kultur auf Offenheit aufgebaut sei und es schätze, wenn sich Mitarbeiter zu wichtigen Themen wie diesem äußern. Facebook wolle politische Statements weiter nicht zensieren. Das Unternehmen prüfe jedoch, politische Werbung transparenter zu machen.

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