Facebook: 1,7 Milliarden Fake-Accounts werden gelöscht

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Die Erkennung und Beseitigung von Fake-Accounts ist immer wieder ein Thema, mit dem sich das soziale Netzwerk Facebook beschäftigt. Mittlerweile setzt man hier auf die automatische Erkennung – und zwar nicht nur von Fake-Accounts, sondern auch von problematischen Postings. Dies mit beeindruckendem Erfolg: Immerhin 1,7 Milliarden Fake-Accounts hat Facebook zwischen Juli und September 2019 entfernt.

Zahlen für das erste Quartal 2019 liegen noch höher

Das erste Quartal 2019 zeigt sogar noch höhere Zahlen: Hier wurden immerhin rund 2,2 Milliarden Fake-Accounts gelöscht. Facebook selbst gibt sich hierzu ungewohnt transparent: Millionen weiterer Fake-Accounts sollen auch weiterhin noch vorhanden sein. Das Unternehmen geht davon aus, dass es sich bei bis zu fünf Prozent der monatlichen Nutzer um Fake-Accounts handelt.

Hate-Postings ebenfalls ein Problem

Doch nicht nur die Fake-Accounts, sondern dazu problematische Postings stehen auf der Agenda des Unternehmens aus dem amerikanischen Cupertino an erster Stelle. Aber auch hier liefert Facebook beeindruckende Zahlen: Rund sieben Millionen Postings sind demnach im dritten Quartal des Jahres einer Löschung zugeführt worden.

Algorithmus erkennt Hassrede

Der Erfolg lässt sich auf einen verbesserten Algorithmus der Plattform zurückführen. Dieser erkennt problematische Postings und lässt eine Veröffentlichung gar nicht erst zu – die automatische Löschung greift somit schon dann, bevor Hass-Postings an andere User weitergegeben werden. Dazu gehört auch Hetze, Propaganda in terroristischer Form sowie jedes Posting, das mit Selbstmord und Selbstverletzung in Zusammenhang steht. Das gilt auch für das Tochterunternehmen Instagram: Hier setzt Facebook ebenfalls den Erkennungs-Algorithmus ein. Instagram verzeichnet demnach im dritten Quartal über 845.000 gelöschte Inhalte.

Fazit

Die Liste der Inhalte, die Facebook auf den eigenen Plattformen als problematisch einstuft, ist lang: Neben den erwähnten Bereichen zählen auch sensible Themen wie die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, Nacktdarstellungen und der Verkauf von Waffen und Drogen zu den Postings, die optimal schon vor der Veröffentlichung durch den Algorithmus erkannt und gelöscht werden. Kritiker geben allerdings zu bedenken, dass bei der Löschung von Fake-Accounts auch reale Zweit- und Drittaccounts betroffen sind – hier gab es in der jüngsten Vergangenheit ebenfalls ein konsequentes „Aufräumen“. Ebenfalls Ziel von Kritik: Die Definition von Hassrede – hier ist aktuell noch nicht klar, wer die Maßstäbe dafür bestimmt und wie die Algorithmen durch Facebook programmiert werden.

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