Facebook: Zuckerberg gibt Datenschutz-Fehler zu

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg gibt in seinem Kommentar im Facebook-Blog zu, dass sie Fehler gemacht haben und einige Fehler so schwerwiegend waren, dass die gute Arbeit überschattet wurde. Dennoch hat Zuckerberg eher Grund zur Freude. Trotz der Vereinbarung mit der FTC (US-Handelsaufsicht) konnte Facebook seine Datenschutzrichtlinien rückwirkend wegen des bevorstehenden Börsengangs legitimieren.

FTC will Fälle nicht verfolgen

Die amerikanische Handelsaufsicht wirft Facebook Täuschung der Mitglieder vor. User werden unzureichend über die übermittelten Daten an Drittanbietern informiert. Auch werden sie nicht ausreichend über Änderungen der Datenschutzregeln in Kenntnis gesetzt. 2009 änderte Facebook die Datenschutzbestimmungen im erheblichen Maß. Einige Nutzerdaten wurden dabei zu öffentlich zugänglichen Informationen. Was vorher nur für auserwählte Bekannte und Freunde einsehbar war, wie Namen, Geschlecht, Profilbild, die Liste der Facebook-Freunde und so weiter, waren ab dem Zeitpunkt für jedermann zu sehen. Erst sechs Monate später und nach vielen Protesten ermöglichte Facebook, die Freundeslisten und Interessenprofile wieder zu verbergen. Obwohl die FTC deswegen schwere Vorwürfe an Facebook richtet, will die US-Handelsaufsicht die Fälle nicht verfolgen.

Die Vorwürfe der FTC:

Facebook …

•    … warnte die Nutzer Ende 2009 nicht vor der Veröffentlichung ihrer Freundesnetzwerke und holte sich dafür keine Einwilligung.
•    … erweckte gegenüber Mitgliedern den Eindruck, von ihnen genutzte Anwendungen von Drittanbietern könnten nur auf bestimmte, notwendige Informationen aus dem Facebook-Datenbestand zugreifen, dabei könnten die Programme auf alle persönlichen Daten zugreifen.
•    … behauptete Mitgliedern gegenüber, dass sie bestimmte Informationen nur "mit Freunden" teilen. Diese Einstellung hat aber tatsächlich zur Folge, dass auch alle Drittanbieter, deren Anwendungen die Freunde nutzen, auf diese Daten zugreifen können.
•    … behauptete, man überprüfte die Sicherheit "verifizierter Anwendungen" - dies war nicht der Fall.
•    … versicherte, man teile personenbezogene Informationen nicht mit Werbekunden, tat dies aber.

Vereinbarung mit der FTC ist kein Schuldeingeständnis

Facebook ließ sich zwar auf die Vereinbarung ein und unterzieht sich ab dem 30.Dezember 2011 einer externen Prüfung des Datenschutzes durch die FTC, dennoch kann man diesen Deal nicht als Eingeständnis irgendeiner Schuld oder einer Rechtsverletzung werten. Stattdessen segnet die FTC nachträglich einige Datenschutzregeln ab. In Zukunft müsse Facebook aber vereinbarte Verpflichtungen einhalten.

Laut FTC verpflichtet sich Facebook, …

    * … in Zukunft eine ausdrückliche Zustimmung der Nutzer zu allen Veränderungen der Datenschutzeinstellungen einzuholen, die den Status Quo verändern.
    * … Zugriffe von Dritten auf Daten aus gelöschten Konten binnen 30 Tagen nach Löschung zu unterbinden.
    * … 20 Jahre lang alle zwei Jahre seine Datenschutzbestimmungen von einem unabhängigen Gremium überprüfen zu lassen.

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