Facebook: Lehrer bekommt Unterrichtsverbot für Sex-Talk mit Schülerin

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Ein 40-jähriger Lehrer aus Nordrhein-Westfalen schrieb über Monate mit einer 16-jährigen Schülerin über Facebook. Dabei wurden auch Anzüglichkeiten ausgetauscht. Als der Lehrer die Schülerin bat, mit ihm sexuell zu verkehren, wendete sie sich an die Schulleitung. Der Lehrer erhielt Unterrichtsverbot.

Lehrer droht Entlassung aus dem Beamtenverhältnis

Über Monate kommunizierte der Lehrer mit einer seiner Schülerinnen über Facebook und bat sie schließlich um Sex (Aktenzeichen 1 L 251/13). Daraufhin wendete sich die Schülerin an die Schulleitung. Die Bezirksregierung Köln verhängte ein sofortiges Unterrichtsverbot, bzw. die Führung der Dienstgeschäfte und kündigte zudem die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis an. Der Lehrer sieht das Unterrichtsverbot und die drohende Entlassung aus dem Beamtenverhältnis als unverhältnismäßig an und wandte sich selbst an das Gericht. Er räumte ein, dass er einen Fehler begangen habe, es aber zu keinem Zeitpunkt zu einem körperlichen sexuellen Kontakt gekommen sei. Er würde sich mit der Versetzung an eine andere Schule einverstanden erklären. Die Richter entschieden, dass bereits der verbale sexuelle Kontakt zu Schülerinnen für einen Unterrichtsverbot ausreicht. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts Aachen ist noch nicht rechtskräftig.

Facebook-Freundschaften zwischen Lehrern und Schülern

Wenn es um die Frage geht, wie viel Nähe zwischen Lehrern und Schülern bestehen darf, gibt es eine klare Grenze, die zwischen den Körpern, so der Erziehungswissenschaftler Ladenthin, der sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Andere Grenzen sind dagegen schwerer zu ziehen. Deswegen findet der Erziehungswissenschaftler es unadäquat, dass Lehrer Freundschaftsanfragen in sozialen Netzwerken, wie Facebook, annehmen und außerhalb des Unterrichts private Kontakte aufbauen. Schüler und Schülerinnen, die eine Grenzverletzung durch den Lehrer oder die Lehrerin erfahren, sollten sich an die Schulleitung oder den Schulpsychologischen Dienst wenden.

Fazit:

Sexuelle Kontakte zwischen Lehrern und Schülern rechtfertigen den sofortigen Unterrichtsverbot, erklärt das Verwaltungsgericht Aachen. Im aktuellen Fall, in dem ein Lehrer monatelang privaten Kontakt zu einer 16-jährigen Schülerin über Facebook unterhielt und dabei schließlich um Sex bat, entschied das Gericht, dass bereits der verbale sexuelle Kontakt für einen Unterrichtsverbot ausreicht und eine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis folgen kann.

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