Facebook: Statusnachricht kostet russischen Vizeminister den Job

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Es ist nicht das erste mal, dass ein unbedachter Facebook-Post für Ärger sorgt. Mit einem kritischen Kommentar über die Regierungsarbeit meldete sich aktuell der Vize-Wirtschaftsminister Sergej Beljakow auf Facebook. Diese Ehrlichkeit kostet ihn nun seinen Job.

 Minister übt via Facebook Kritik an der eigenen Regierung

Sergej Beljakow war mit der Regierungsarbeit des Wirtschaftsministeriums unzufrieden und lies machte auf Facebook seinem Unmut Luft: „Ich entschuldige mich bei allen für die Dummheiten, die wir machen, und für unsere nicht eingehaltenen Versprechungen“

Diese Statusnachricht wurde daraufhin von der Netzgemeinde tausende Male geteilt und gewann damit zunehmend an Aufmerksamkeit und Aufregung. Darauf folgte zusätzlich ein Dialog zwischen Beljakow und Natalja Timakowa, der Pressesprecherin des Premierministers Dmitrij Medwedjew. Beljakow schrieb, sie hätten das Schamgefühl verloren. Dies sei sehr schlecht. Timakowa reagierte daraufhin, dass eine Regierung kollektive verantwortung bedeutete. Wenn es ihm zu peinlich ist, wüsste er, was zu tun sei. Darauf folgten Spekulationen, dass Beljakow seinen Posten verlieren würde.

Pressestelle gibt Kündigung bekannt

Die Kritik, die Sergej Beljakow aussprach, richtet sich an eine Entscheidung des russischen Ministeriums, Gelder aus staatlichen Rentenfonds für andere Zwecke abzuziehen. Dieser Beschluss wird als Versuch gewertet, Haushaltslücken auf Kosten späterer Generationen zu schließen. Als Reaktion auf Beljakows ehrliche Meinung auf Facebook verkündete die Pressestelle der russischen Regierung, dass Beljakow nicht weiter den Posten des stellvertretenden Ministerpräsidenten besetzen wird. Begründet wird dies dadurch dass er sich unerlaubt öffentlich gegen Entscheidungen von Vorgesetzten geäußert hat.

Fazit:

Dass die russische Regierung mit Regierungsgegnern nicht zimperlich umgeht, sollte allgemein bekannt sein. Daher sind Beljakows Äußerungen auf Facebook nur schwer zu bewerten. Nach außen hin war seine Entscheidung mutig und ehrlich. Mit Blick auf die russische Regierung und seinen Posten in dieser, scheint er jedoch sehr leichtsinnig gehandelt zu haben. Auch hierzulande sollte man mit negativen Äußerungen über den Arbeitgeber auf Sozialen Netzwerken vorsichtig sein, denn dies kann in den allermeisten Fällen eine arbeitsrechtliche Abmahnung bis hin zu Kündigung zur Folge haben.

 

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