Google News: Bald Geschichte in Europa?

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Noch macht es Google News Usern leicht: Geben sie eine Suchanfrage bei News ein, listet die Suchmaschine übersichtlich Links und Teaser-Texte zu Nachrichten auf. Nutzer müssen sich dann nur noch für eine Seite entscheiden. Ein Klick leitet sie weiter. Damit könnte jedoch bald Schluss sein. Denn: Das geplante EU-Leistungsschutzrecht gefällt Google überhaupt nicht. Deshalb will der Konzern seine News-Rubrik in Europa offline nehmen. Ist Google News bald Geschichte?

Das macht das Leistungsschutzrecht

Die EU-Kommission arbeitet derzeit am sogenannten Leistungsschutzrecht. Dies beinhaltet unter anderem eine Linksteuer (Artikel 11), die Google jedes Mal zur Kasse bitten soll, wenn die Suchmaschine einen Link mit Teaser-Test von Nachrichtenseiten – wie bei den Google News – verwendet. Die EU macht damit ein Eingeständnis an die großen Verlagshäuser, die ihre schwindenden Umsätze kompensieren wollen.

Das sagt Google zum Leistungsschutzrecht

Sollte die Kommission das Leistungsschutzrecht auf den letzten Metern nicht doch noch anpassen, will Google seine News in der ganzen EU vom Netz nehmen. Der Konzern gab dazu an, dass er das nicht gerne sehen würde.

Spanien als Vorläufer

Dass es Google ernst meint, zeigt der Fall Spanien aus dem Jahr 2014. Damals führte Spanien eine Steuer ein, die Google für jeden Link in seinen News zahlen ließ. Daraufhin stellte die Suchmaschine seinen Dienst in dem Land ein. Die Folge: Spaniens Nachrichtenseiten erlitten einen starken Traffic-Einbruch – womit Google vor allem den finanziell angeschlagenen Medien sowie kleineren Blogs und News-Seiten schadete.

Für Google wäre eine Abschaltung der News in der EU zwar ein Verlust, jedoch ein verschmerzbarer, da Google mit den Nachrichten kein Geld verdient. In Europa würde so jedoch die vielfältige Nachrichtenlandschaft einen starken Dämpfer hinnehmen müssen.

Fazit

Google gab an, keine finale Entscheidung für seine News zu treffen, bevor der Konzern nicht die endgültige Fassung des Leistungsschutzrechts gesehen habe. Derzeit arbeitet das Unternehmen noch mit Interessenvertretern zusammen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

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