Wie Apple einen Kunden mit einem irakischen Diktator verwechselte

(2 Bewertungen, 5.00 von 5)

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Artikel ordnungsgemäß retourniert und warten vergeblich auf die Rückerstattung des Kaufpreises. Ihre Nachfrage wird prompt per Mail beantwortet. Allerdings mit dem Hinweis, dass man Ihnen das Geld nur dann auszahlen wird, wenn Sie glaubhaft machen können, nicht Saddam Hussein zu sein. Wie würden Sie reagieren? Würden Sie glauben, dass es sich tatsächlich um eine völlig ernst gemeinte Mail des Apple- Kundendienstes handelt?

Kinde wollte iPhone 7 umtauschen

Der 26-jährige Sharakat Hussain aus dem britischen Birmingham hatte das nagelneue iPhone 7 für seine Schwester besorgt. Für 799 Pfund, also rund 1100,- Euro. Doch aus Gründen, die hier keine weitere Rolle spielen, entschied sich die Schwester gegen das neue Smartphone. D

ie freundlichen Mitarbeiter im Apple Store sahen auch keinerlei Problem in einem Umtausch. Aufgrund der Höhe der Geldsumme sollte Hussain der Kaufpreis allerdings nicht bar ausbezahlt, sondern auf sein Bankkonto zurücküberwiesen werden. Dass das ein paar Tage dauern kann, kalkulierte der zweifache Vater durchaus ein. Als aber nach einigen Wochen immer noch kein Geldeingang zu verzeichnen war, hakte er sicherheitshalber noch einmal nach.

Kunde soll versichern, nicht Saddam Hussein zu sein

Was Hussain kurz darauf als Antwort in seinem E-Mail-Postfach fand, hielt er allerdings zuerst für irgendeinen ärgerlichen Spam- oder Phishing-Versuch. In einer authentisch wirkenden Mail von Apple hieß es nämlich, man werde ihm das Geld für das iPhone gerne zurücküberweisen. Vorher müsse er aber versichern, dass er nicht der Diktator Saddam Hussein sei. Der nämlich steht offenbar auch zehn Jahre nach seiner Hinrichtung noch immer auf einer Liste von Personen, mit denen der Apple-Konzern keine Geschäfte machen darf.

Und tatsächlich sind die Mitarbeiter des Kundendienstes verpflichtet, Auszahlungsgesuche mit dieser Liste abzugleichen. Wie dabei aber ein junger britischer Kunde mit einem toten irakischen Staatschef verwechselt wird, das konnte das Unternehmen auch nicht so recht erklären. Eine Sprecherin hat den Fehler mittlerweile eingestanden und sich entschuldigt. Und angekündigt, dass Sharakat Hussain umgehend das Geld für das umgetauschte iPhone überwiesen wird.

Anzeige

Fazit:

Eine gewöhnliche Umtauschaktion wird für Apple zur peinlichen Panne: Ein Kunde mit einem arabischen Allerweltsnamen soll versichern, nicht der vor 10 Jahren hingerichtete irakische Präsident zu sein.

Nachdem die britische Boulevard-Zeitung „The Sun“ über die Namensverwechslung berichtet hat, lacht ganz England über den Fall. Auf diese Weise kann der verärgerte Kunde nun wenigstens sicher sein, dass seine Rücküberweisung so schnell wie möglich bearbeitet wird.

 

Praxis-Tipp
Für mehr Informationen nehmen Sie einfach an unserem kostenlosen Webinar "Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten" teil:

Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
BGH-Urteil bestätigt: Werbung von „Runes of Magic“ ist Kaufaufforderung an Kinder   Bei Werbung für Kinder ist vieles nicht erlaubt. Der Bundesgerichtshof hält Duzen und Anglizismen in Werbung die an Kinder gerichtet ist für problemat...
Weiterlesen...
Markenrecht: Sind Namen von mobilen Apps rechtlich geschützt?  App-Betreiber geben ihren Apps häufig sehr einprägsame Namen, damit sich die Kunden die App leicht merken können und den Dienst in den App-Stores wieder...
Weiterlesen...
Millionenklage gegen Uber: Franzose macht App für seine Scheidung verantwortlich Vorbei sind die Zeiten, in denen Privatdetektive vermeintlich untreuen Ehepartnern hinterher spionieren mussten. Hinweise auf einen Seitensprung finden sich inz...
Weiterlesen...
Widerruf: Apple schränkt Rückgaberecht für Apps ein Seit Ende Dezember 2014 gibt Apple seinen Nutzern des App Stores die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen vom Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. Wer jedoch zu hä...
Weiterlesen...
Endlich: Freie Wahl des Routers ab August 2016 Telekommunikationsunternehmen geben bei Internetverträgen oft einen Router vor, den der Kunde dann nutzen muss. Das wird sich nun im August 2016 ändern. Dann kö...
Anzeige Datenschutz-Kit
Anzeige
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.        

eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details