Werbeblocker: Spiegel Online verliert gegen AdBlock Plus

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Der Werbeblocker „AdBlock Plus“ ist vielen Unternehmen ein Dorn im Auge. Dennoch kann sich das Unternehmen hinter dem Service vor Gericht oft gegen Kritiker behaupten. Nun hat auch Spiegel Online eine Niederlage vor Gericht erlitten. Wir zeigen, was es mit dem neuen Urteil des Landgerichts Hamburg auf sich hat.

Spiegel Online wollte AdBlock Plus verbieten lassen

Die Nachrichtenseite „Spiegel Online“ ist eine der meistbesuchten Internetseiten in Deutschland. Zum großen Teil finanziert sich die Seite durch Werbeeinahmen. Blöd für Spiegel Online und andere Medienunternehmen ist es also, wenn Werbeblocker wie z.B. „AdBlock Plus“ die Einblendung von Werbung verhindern. Und genau gegen AdBlock Plus bzw. gegen das hinter dem Programm stehende Unternehmen zog Spiegel Online nun vor Gericht:

Der Grund hierfür war, dass die Software nahezu sämtliche Werbeschaltungen auf der Internetseite unterdrückte und die Finanzierung von Spiegel Online stark beeinträchtigte. Das Landgericht Hamburg hat im November letzten Jahres eine Entscheidung getroffen.

LG Hamburg: AdBlock Plus darf weiterhin Werbung blocken

Das Landgericht Hamburg (Urteil vom 25. November 2016, Az. 315 O 293/15) entschied zugunsten der Eyeo GmbH, dem Unternehmen das hinter dem Werbeblocker steht. Das Gericht nahm an, dass der Anbieter von AdBlock Plus nicht die Absicht hatte, Spiegel Online zu schädigen.

Der Grund hierfür: Es ging dem Unternehmen nicht darum, die Finanzierung der News-Seite zu beeinträchtigen. Ziel des Werbeblockers ist es nur, die schützenswerten Interessen der Internetuser durchzusetzen. Die User wünschen sich nämlich, dass sie u.a. nicht von unerwünschter Werbung belästigt werden. Hierbei hilft ihnen der Werbeblocker.

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Fazit:

Auch andere Gerichte haben den betreibern von AdBlock Plus in der Vergangenheit Recht gegeben. Das mag einer der Gründe sein, warum viele Medienunternehmen zu Bezahlmodellen auf ihren Internetseiten übergegangen sind.

Zumindest ein Lichtblink am Horizont für die Unternehmen: Laut dem „Bundesverband Digitale Wirtschaft“ (BVDW) ist die Nutzung von Werbeblockern leicht zurückgegangen.

Die ausführliche Pressemitteilung des BVDW hierzu finden Sie hier.

Praxis-Tipp
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Kommentare  
AdBlocker
+3 # AdBlocker 25.01.2017, 14:22 Uhr
Gut so! Diese Kack-Websites die immer 60% der Seite mit Werbung voll ballern.
Bild ist ja auch so eine Seite... Teilweise gibts da Werbung rund um. 30% Inhalt (Mittig), links, rechts und teilweise oben dann noch Werbung. Also eigl. sogar 25 % Inhalt und 75% Werbung.

Die Unternehmen/Personen/Betreiber/innen sind selbst schuld!
Und da danke ich dann den Werbeblockern.

Und sind wir mal ehrlich... Würde es diese GmbH nicht mehr geben, gäbe es AdBlocker aus anderen Ländern - oder die veröffentlichen den Quellcode und es gäbe immer weitere Versionen aus dem Ausland.

Danke, AdBlock Plus :-)
Und Schade!!! an die Unternehmen, die das Internet damit versauen.

Ich bin ja gerne jemand der Bild+ kauft etc. - aber nicht für 75% Werbung.
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