Millionenklage gegen Uber: Franzose macht App für seine Scheidung verantwortlich

(1 Bewertung, 5.00 von 5)

Vorbei sind die Zeiten, in denen Privatdetektive vermeintlich untreuen Ehepartnern hinterher spionieren mussten. Hinweise auf einen Seitensprung finden sich inzwischen immer häufiger auf dem Handy. Ein Geschäftsmann aus Südfrankreich, der das auch erfahren musste, verklagt nun den Fahrdienst Uber auf 45 Millionen Euro. Seine Begründung: Nur aufgrund eines Fehlers in der App konnte ihm seine Frau auf die Schliche kommen.

Beweismaterial auf dem Handy der Betrogenen

Lediglich ein einziges Mal hatte sich der Kläger das iPhone seiner Gattin ausgeliehen, um mithilfe der Uber-App ein Fahrzeug zu rufen. Und weil der Mann wusste, dass er etwas zu verbergen hatte, meldete er sich auch gleich nach der Benutzung der Anwendung wieder ab.

Aufgrund eines Bugs allerdings, der zuvor auch schon anderen Uber-Nutzern aufgefallen war, kamen Informationen über seine Buchungen auch weiterhin auf dem Gerät an. Ohne sein Passwort zu kennen, wurde Madame also genau darüber informiert, wann, mit welchem Fahrzeug, und wohin ihr Mann unterwegs war. Welche Szenen sich daraufhin zwischen den Eheleuten abspielten, ist nicht bekannt. Für die Frau allerdings waren die Informationen Grund genug, umgehend die Scheidung einzureichen.

Ehemann: Uber schuld am Auffliegen des Seitensprungs

Eine Scheidung, die angeblich alles in allem rund 45 Millionen Euro kostete. Und genau diese Summe will der Ex-Ehemann nun von Uber zurück. Durch den Bug in der App sei seine Privatsphäre verletzt worden, was wiederum das Scheitern der Ehe verursacht habe.

Im kommenden Monat wird sich erstmals ein Gericht in der provenzalischen Kleinstadt Grasse mit dem Fall beschäftigen. Das beklagte Unternehmen Uber wollte sich vorab nicht äußern. Französische Journalisten der Tageszeitung Figaro haben allerdings zwischenzeitlich festgestellt, dass der Fehler beim Ausloggen aus der Fahrdienst-App noch immer auftritt. Betroffen sind allerdings nur bei iPhones und nur App-Versionen, die zuletzt vor dem 15. Dezember aktualisiert wurden.

Fazit:

Eine fehlerhafte Anwendung des Fahrdienstes Uber führt dazu, dass ein vollständiges Abmelden auf iOS-Geräten nicht möglich ist. Auf den iPhones können weiterhin die Buchungen aus der App verfolgt werden. Uber-Kunden, die solche Informationen nicht teilen möchten, sollten sich vorsichtshalber nur auf dem eigenen Smartphone anmelden.

Anzeige
Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Thema.
Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:
Weiterlesen...
Xbox 360 - Microsoft gesteht Hardware-Fehler ein und verlängert Garantie Die Spielkonsole Xbox 360 sollte ein großer Verkaufserfolg werden und den Kunden ein neues Spielerlebnis verschaffen. Allerdings haben sich in den letzten Monat...
Weiterlesen...
Online-Gaming: Können Anbieter von Free-to-play-Games Spieler ausschließen? Kostenlose Spiele im Internet boomen. Nun hat das Amtsgericht Karlsruhe entschieden, ob Anbieter dieser Spiele angemeldete Spieler von der Nutzung ausschließe...
Weiterlesen...
Werbeblocker: Spiegel Online verliert gegen AdBlock Plus Der Werbeblocker „AdBlock Plus“ ist vielen Unternehmen ein Dorn im Auge. Dennoch kann sich das Unternehmen hinter dem Service vor Gericht oft gegen Kritiker beh...
Weiterlesen...
Abmahnung: Pokémon GO verstößt gegen Datenschutzbestimmungen Droht dem Pokémon-Hype in Deutschland das Aus? Zumindest die erste Abmahnung hat der Betreiber der App, das kalifornische Unternehmen Niantic, jetzt kassiert. D...
Weiterlesen...
Online Games: Blizzard geht gegen Bot-Software bei Diablo 3 vor Für den Spiele-Hersteller Blizzard war das Spiel „Diablo 3“ einer der erfolgreichsten Spielehits der letzten Jahre. Wie ein aktuelles Gerichtsverfahren zeigt, s...
Anzeige Datenschutz-Kit
Anzeige
Anzeige

Der eRecht24 Newsletter

Immer bestens informiert

Bleiben Sie mit unseren kostenlosen Updates zum Internetrecht auf dem neuesten Stand. Infos, Urteile, Checklisten, Sonderangebote.

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

loading...
Jetzt Premium-Mitglied werden

Ab Heute gestalten Sie Ihre Website ohne Angst vor Abmahnwellen und ohne teuren Anwalt abmahnsicher.

Alle Videos, Live-Webinare, E-Books, Tools und zahlreiche Rabatte.

Jetzt Mitglied werden

Mehr Informationen zu eRecht24 Premium

Impressum-Generator

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Rechtsberatung vom Anwalt

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Inhalte kostenlos übernehmen

Der eRecht24 Newsticker

kostenfreie aktuelle Inhalte zum Internetrecht

Individuell für Ihre Website angepasst!

 

SSL-Zertifikate

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Rechnungen online erstellen

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.

IT-Recht endlich verständlich

Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

Er berät Unternehmer, Shops und Seitenbetreiber in allen Fragen des Rechts der neuen Medien.
www.kanzlei-siebert.de

Als Betreiber von eRecht24 ist er seit mehr als 15 Jahren auch als Internet-Unternehmer tätig. Deshalb finden Sie auf eRecht24 Tipps und Tricks eines spezialisierten Rechtsanwalts, aber verständlich und praxisnah erklärt.        

eRecht24 - Unsere praktischen Tools und hilfreichen Tutorials

mitgliederbereich teaser

Exklusiv für unsere Mitglieder

Alles was Webseitenbetreiber, Agenturen und Selbständige wirklich brauchen: Videos und E-Books, Musterverträge und Erstberatung, Tools und Live-Webinare.

Mehr Informationen

dsgvo teaser

DSGVO Schnellstarter-Paket

Das Datenschutzrecht ändert sich ab Mai 2018 vollständig. Sind Sie bereit für die DSGVO? Mit unserem Schnellstarter-Paket sichern Sie Ihre Webseite ab.

Jetzt absichern

webinar teaser

Online Schulung mit Rechtsanwalt Siebert

Die 7 häufigsten Abmahnfallen auf Webseiten und wie Sie diese schnell, einfach und ohne teuren Anwalt vermeiden. So haben Abmahner bei Ihnen keine Chance!

Mehr Details