Google Play: Apps greifen Fotos auf dem Smartphone ab

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In Zeiten von Bilderplattformen wie Instagram & Co. erfreuen sich Kamera- und Foto-Apps einer enormen Beliebtheit. Wenig erstaunlich, dass gerade diese Apps in Google Play hohe Installationszahlen verzeichnen. Wer über ein Smartphone mit Android-Betriebssystem hier eine der zahlreichen Beauty-Cams oder Filter-Anwendungen herunterlädt, der geht jedoch häufig ein großes Sicherheitsrisiko ein.

Sicherheitsrisiko Google Play

Sicherheitsforscher konnten jetzt eine Liste von Apps erstellen, die sich durch unterschiedliche Schadmechanismen auszeichnen. Die Liste umfasst aktuell 29 verschiedene Anwendungen, bei denen eine Schadfunktion einwandfrei nachgewiesen werden konnte. In ihrer Wirkung waren die jeweiligen Apps ganz unterschiedlich: Während einige sich nur unter großem Aufwand wieder entfernen ließen, fielen andere Apps durch Pop Ups auf, die auf das Abgreifen von Userdaten ausgerichtet waren.

Weiterleitung auf Phishing-Websites

Bei einem Klick landeten User dann relativ schnell auf Phishing-Websites. Andere Apps übermittelten sogar Fotos der User an den Herausgeber der App. Dies kann im schlechtesten Fall sogar dazu führen, dass mit den Bildern Fake-Profile in sozialen Netzwerken erstellt werden. Klar eingrenzen lässt sich die Anzahl der schädlichen Apps jedoch nicht: Zwar sind einige davon nicht mehr online – es ist aber durchaus möglich, dass die Entwickler sie unter einem anderen Namen erneut veröffentlicht haben.

Fehlerhafte Sicherheitsmechanismen

Eigentlich sollten die Sicherheitsmechanismen von Google Play das Angebot von Schadsoftware verhindern – dies ist aber offensichtlich nicht der Fall. Die Meldung über die Foto-Apps ist übrigens nicht die erste dieser Art: Erst im November 2018 waren über 500.000 Nutzer auf Spiele-Apps hereingefallen, hinter denen sich ebenfalls Malware versteckte. Auch diese waren beim Sicherheitscheck, der laut Google seit 2017 besteht, nicht aufgefallen. Ein Problem ist sicher auch der Umstand, dass jeder Entwickler Apps in Google Play hochladen kann – hier wäre ein Umdenken eine erste Maßnahme gegen die Verbreitung von Malware über Apps.

Fazit

Die schadhaften Kamera-Apps waren für User auf den ersten Blick nicht zu erkennen: Sie ließen sich ganz normal installieren und zeigten dabei keine Auffälligkeiten. Demgegenüber waren die erwähnten Spiele-Apps deutlich auffälliger: Sie stürzten beim Start jedes Mal ab. Die Download-Zahlen lassen nur erahnen, wie viele User möglicherweise geschädigt wurden: Die Fotoanwendungen wurden demnach in Millionenhöhe auf Smartphones installiert. Experten empfehlen, vor einer Installation einen Blick in die Nutzer-Bewertungen zu werfen: Diese enthalten oft explizite Hinweise darauf, dass es sich um eine Malware-App handelt.

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