Streaming, Games und mehr: Apple präsentiert neue Produkte

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Steven Spielberg und Oprah Winfrey waren nur zwei der prominenten Hollywood-Größen, mit denen der IT-Konzern aus Cupertino Anfang der Woche für seine neuen Angebote warb. Ab Herbst sollen in Nordamerika und Europa eigene Dienste für Video-Streaming und Games zur Verfügung stehen. Zunächst nur in den USA wird außerdem eine Kreditkarte mit besonders striktem Datenschutz auf den Markt kommen.

Viele Ankündigungen, wenig Details

Noch im Laufe dieses Jahres könnte „Apple TV+“ den Streaming-Größen Netflix und Amazon Prime Video Konkurrenz machen. Der iPhone-Konzern produziert bereits jetzt eigene Serien und Filme und hat dafür Stars wie Jennifer Aniston und Reese Witherspoon eingekauft. Über die Inhalte des Programms schweigt man sich aus; welche Fremdproduktionen auf dem Kanal laufen könnten, blieb offen. Auch ein Preis für das Monatsabo wurde bisher nicht genannt. Zum Streamen benötigen Nutzer die Apple-TV-App, die rechtzeitig auch auf Samsung-, LG- und Sony-Geräten verfügbar sein soll.

Zeitungsinhalte zugeschnitten fürs iPhone

Ebenfalls neu und in Europa ab Herbst erhältlich ist der Gaming-Kanal „Apple Arcade“. Die Inhalte sollen von großen Studios oder renommierten Indie-Entwicklern eigens produziert werden. Mit der Flatrate buchen Fans werbefreien Spielgenuss ohne jegliche Zusatzgebühren. Die monatlichen Kosten sind allerdings auch in diesem Fall noch nicht bekannt. Bisher nur in Nordamerika will der Konzern außerdem hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Im Rahmen des „Apple News+“-Abos können die Artikel von mehr als 300 Tageszeitungen und Magazinen gelesen werden. Mit dabei sind unter anderem Wall Street Journal und Los Angeles Times; vergeblich sucht man dafür New York Times und Washington Post. Im Lauf des Jahres soll das News-Abo auch in Großbritannien und Australien zur Verfügung stehen.

Design-Kreditkarte aus Titan

Wer die neuen Dienste aus dem Silicon Valley beziehen will, kann künftig auch mit einer eigenen Apple-Kreditkarte zahlen. Das Produkt wird in Zusammenarbeit mit Mastercard und Goldman Sachs herausgegeben und ist zunächst nur in den USA erhältlich. Apple wirbt mit besonders strengen Datenschutzgrundsätzen: Was Kunden wo einkaufen und wie viel sie dafür bezahlen, werde nicht an den Konzern übermittelt. Die Apple Card kann in die iPhone-App integriert oder als physische Karte verwendet werden. Das weiße Titan ist dabei nur mit dem Nötigsten versehen: Name und Chip. So lassen sich weder Kontonummer noch Unterschrift kopieren. Gleichzeitig dürfte die Karte durch ihr besonderes Design auch als Status-Symbol auf Interesse stoßen.

Fazit

Der Trend ist eindeutig: Apple will sich weitere Einnahmequellen erschließen. Zwar bleibt das iPhone wichtigstes Verkaufsprodukt, aber die Nachfrage sinkt. Bei der Vorstellung der neuen Geschäftsfelder hat man mit einem großen Aufgebot an Hollywood-Stars auf sich aufmerksam gemacht. Im Herbst muss sich zeigen, ob Apple die geweckten Erwartungen erfüllen kann.

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