Handelskonflikt: Google sperrt Play Store und Updates für Huawei

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Mit seinen leistungsstarken Smartphones ist Huawei mittlerweile zum zweigrößten Handy-Anbieter der Welt aufgestiegen. Diese Entwicklung könnte jetzt einen erheblichen Dämpfer erhalten. Denn: Google kappt seine Beziehungen zu Huawei. Wie kommt es zu diesem Schritt? Und was heißt das für Nutzer von Huawei-Smartphones?

Diese Maßnahmen ergreift Google

Google versorgt Huawei künftig nicht mehr mit Software und Hardware. Das heißt für die Praxis: Künftige Android-Handys von Huawei können nicht mehr auf den Play Store zugreifen und keine Android-Updates mehr installieren. Apps wie Google Maps und Gmail funktionieren daher nicht. Und: Da Huawei dann nicht mehr auf die Play Services und damit auf Play Protect zurückgreifen kann, sind die Handys nur noch wenig geschützt. Das alles dürfte nicht nur für zukünftige Huawei-Smartphones gelten, sondern auch für die von Huawei herausgegebene Honor-Linie.

Sind Nutzer von aktuellen Huawei-Smartphones betroffen?

Bereits gekaufte Smartphones von Huawei funktionieren weiter wie bisher. Sie erhalten lediglich keine Android-Versionsupdates mehr. User bekommen diese nur noch, wenn die Sicherheitsupdates im Rahmen des Android Open Source Projects zur Verfügung gestellt werden. In einem ersten Statement gab Huawei an, dem nachkommen zu wollen.

Warum geht Google diesen Schritt?

Präsident Trump hatte Huawei letzte Woche auf die schwarze Liste gesetzt und amerikanischen Unternehmen damit untersagt, mit dem Konzern zusammenzuarbeiten. Der Grund: Die US-Regierung vermutet, dass Huawei für die chinesische Regierung spioniert.

Wie könnte Huawei reagieren?

Theoretisch können User ein Huawei-Handy auch ohne Google-Dienste betreiben. Dafür benötigen sie jedoch ein entsprechendes Know-how, so dass sich Huawei darauf nicht verlassen kann. Es gilt daher als unwahrscheinlich, dass der Konzern weiter Smartphones mit Android-Betriebssystem herstellt. Es gibt bereits seit Monaten Gerüchte, dass Huawei an einem eigenen Betriebssystem arbeitet.

Fazit

Mittlerweile haben weitere große US-Unternehmen ihre Beziehungen zu Huawei gekappt. Chip-Hersteller wie Qualcomm, Broadcom, Xilinx und Intel sollen intern beschlossen haben, den chinesischen Konzern nicht mehr zu beliefern.

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