US-Bann: Ist Huaweis Betriebssystem fast fertig?

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Seit Donald Trump amerikanischen Unternehmen kürzlich verboten hat, weiter mit Huawei zusammenzuarbeiten, steht der chinesische Telekommunikationsausrüster unter Druck. Das Unternehmen muss jetzt einen Weg finden, seine Smartphones ohne das Betriebssystem und ohne den App Store von Android und Windows zu betreiben. Bereits seit langem gibt es Gerüchte, dass Huawei seit 2012 an einem eigenen Betriebssystem arbeitet. Steht dies kurz vor der Fertigstellung?

Darum steht Huawei unter Zugzwang

Die ersten Reaktionen nach dem US-Bann für Huawei ließen sich nicht lange auf sich warten. Google hat bereits angekündigt, den chinesischen Konzern nicht mehr mit Software und Hardware zu versorgen. Microsoft hat ebenfalls reagiert und alle Huawei-Geräte aus dem US-Store entfernt. Zusätzlich sollen die Chip-Hersteller Xilinx, Broadcom, Intel und Qualcomm beschlossen haben, Huawei nicht mehr zu beliefern. Zuletzt kappte auch der britische ARM-Konzern seine Verbindungen nach China. Dabei ist noch offen, ob Huawei auch seine ARM-Lizenzen abgeben muss. Diese sind für die von Huawei hergestellten Prozessoren entscheidend.

So soll Huaweis Betriebssystem funktionieren

Huawei soll sein Betriebssystem auf Basis der Open-Source-Variante von Android entwickeln. Auf diese Weise wäre das OS mit Android Apps kompatibel. Das heißt: Nutzer könnten zum Start auf zahlreiche Anwendungen zurückgreifen. Ob dann auch Apps wie Facebook und Google auf dem neuen OS von Huawei laufen würden, ist nicht bekannt. Portugiesische Medien berichten, dass Huawei zudem mit dem alternativen App-Store Aptoide verhandelt, um dort sein Angebot aufzustocken.

Wann will Huawei sein eigenes Betriebssystem veröffentlichen?

Huawei plant, sein Betriebssystem im Herbst, spätestens jedoch im Frühjahr bei seinen Smartphones zu integrieren. Daneben soll das OS auch bei anderen Geräten wie Computern, Fernsehern und Autos zum Einsatz kommen.

Fazit

Während Huawei-Handys in China auch ohne Google-Apps laufen, haben User in Europa und den USA andere Erwartungen. Huawei steht daher jetzt besonders unter Druck, auf den US-Bann zu reagieren.

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