iOS 13: Apple stellt neue Anforderungen an VoIP-Apps

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Apple plant, dass Voice over IP (VoIP) App-Anbietern nur noch für Sprachanrufe zur Verfügung stehen soll. Bisher nutzen einige Anbieter die VoIP-Schnittstelle auch, um zum Beispiel eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu gewährleisten. Warum will Apple das ändern? Und welche Apps sind betroffen?

Warum will Apple die VoIP-Schnittstelle ändern?

Anbieter können ihre App über die Schnittstelle „PushKit VoIP“ ständig „wach“ halten. Das ermöglicht der App, schnell auf Anrufe zu reagieren. Damit hat Apple zwei Probleme: Zum einen kostet das Performance, was an der Akkulaufzeit zerrt. Zum anderen können die Programme nicht nur schnell Calls herstellen, sondern auch Nutzerdaten sammeln. Das berichtet der IT-Newsdienst „The Information“.

Theoretisch ist es Apps wie WhatsApp und Facebook daher möglich, Daten wie den Standort der Nutzer und Geräteinformationen auszulesen. Das will Apple unterbinden. Dafür will das Unternehmen anscheinend eine Background-Access-Kategorie für VoIP-Apps schaffen, die allein auf Internet-Anrufe beschränkt ist.

Welche Apps sind betroffen?

Apples neue Ansprüche betreffen alle Apps mit VoIP-Funktion. Darunter fallen unter anderem WhatsApp, Facebook, WeChat und Snapchat. Facebook gibt selbst an, die Schnittstelle nicht zum Sammeln von Daten genutzt zu haben. Das Unternehmen stünde für iOS 13 daher nur vor geringen Umbaumaßnahmen. Facebook spreche dafür aktuell mit Apple.

iOS erscheint voraussichtlich im September dieses Jahres. Die Entwickler der Apps haben jedoch bis April 2020 Zeit, die neuen Anforderungen umzusetzen.

Fazit

Apple arbeitet damit weiter an der Verbesserung des Datenschutzes. Erst kürzlich stellte der Konzern seinen neuen Log-In-Dienst „Sign in with Apple“ vor. Dieser weist Usern eine willkürlich generierte E-Mail zu und verknüpft diese mit ihrer echten E-Mail-Adresse. Auf diese Weise sind Nutzer besser vor Spam und Hackerangriffen geschützt. Denn: Dritte können die Mail nicht nutzen, um sich in andere Dienste einzuloggen. Und: Erhalten Nutzer zu viel Spam, können sie sich von Apple einfach eine neue Adresse geben lassen.

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