US-Bann: Huawei erhält erneut 90 Tage Aufschub

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Eigentlich hatten amerikanische Unternehmen bis zum 19. August 2019 Zeit, ihre Geschäftsbeziehungen mit Huawei zu beenden. Das US-Handelsministerium sagt jetzt: Der chinesische Telekommunikationsausrüster erhält noch einmal 90 Tage Aufschub. Warum gibt es eine weitere Schonfrist für Huawei?

Huawei als Sicherheitsbedrohung

Mitte Mai erklärten die USA: Huawei ist eine nationale Bedrohung der Sicherheit. Der Vorwurf: Der Telekommunikationsausrüster soll die Iran-Sanktionen verletzt, geistiges US-Eigentum gestohlen und in seiner Netzwerkausrüstung Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst eingebaut haben. Belege hat die USA dafür nicht. Huawei bestreitet die Anschuldigungen. Das nützte nichts: Trump untersagte alle Geschäfte, die ein Risiko für die USA darstellen.

90 Tage Aufschub

Kurz danach kam die erste Einschränkung: Amerikanische Firmen haben 90 Tage Zeit, ihre Geschäfte mit Huawei zu beenden. Zulieferer und Industrieverbände konnten so laufende Kooperationen mit dem chinesischen Unternehmen in Ruhe abschließen.

Die Auswirkungen der anstehenden Sanktionen bekam Huawei jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt zu spüren. So gestand Huawei-Chef Ren Zhengfei ein, dass die Smartphone-Sparte einen schweren Schaden hinnehmen musste. Sicherlich nicht zuletzt durch die Angst der User, bald nicht mehr mit Android-Updates für ihre Huawei-Handys versorgt zu werden.

Darum erhält Huawei weitere 90 Tage Aufschub

Das Handelsministerium gab bekannt, dass Huawei noch einmal 90 Tage Zeit bekommt, bis amerikanische Unternehmen ihre Geschäfte mit dem Konzern beenden müssen. Einige ländliche Unternehmen seien von Huawei abhängig, so der US-Handelsminister Wilbur Ross. Jetzt beginnende Sanktionen könnten zu Ausfällen bei kleinen Mobilfunkanbietern führen. Denn: Diese nutzen für ihre Netze eine Sendetechnik von Huawei. Die weiteren 90 Tage sollen ihnen Zeit geben, sich auf eine Arbeit ohne Huawei einzustellen. Die neue Frist lautet jetzt: 19. November.

Das bedeutet auch: Huawei-Smartphones erhalten bis dahin weiter Android-Updates von Google. Und: Huawei kann auf seinen Handys weiter den Google Play Store und andere Dienste wie Karten vorinstallieren.

Fazit

Huawei stellt sich bereits auf eine Zukunft ohne Google ein. So veröffentlicht der Konzern in Kürze sein eigenes Betriebssystem „Harmony OS“. In 3 bis 5 Jahren will Huawei-Chef Zhengfei sein Unternehmen zudem neu strukturiert und organisiert haben.

 

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Kommentare  
Claus
0 # Claus 25.08.2019, 19:18 Uhr
Das ist doch alles halb so Schlimm, Aple und MS sind auch nich viel besser im Datenschtz !

Meine Meinung wäre einen Verband Gründen, ähnlichChaos Computer Club , mit der bitte jeweils Mobilefone zu kaufen um sie auf Herz undNiere zu testen?

Und die Ergebnisse unter www. ????.org zu veröffentlichen.

Ckau der nicht Lügt
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