Smartwatches: Stiftung Warentest warnt vor Datenschutzmängeln

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Smartwatches liegen voll im Trend. Sie zeigen nicht nur die Uhrzeit an, sondern informieren den Benutzer auch über unterschiedliche Funktionen über Schlafverhalten, Herzschlag und Aktivitätsstatus. Nebenbei informiert die Smartwatch über den Eingang einer neuen Mail oder über neue Likes im Facebook-Profil. Datenschützer sehen das kritisch und warnen vor möglichen Sicherheitslücken rund um die schlauen Uhren.

Nur wenige Smartwatches schließen gut ab

Die von der Stiftung Warentest getesteten Modelle konnten die Experten leider nicht überzeugen. Lediglich zwei Uhren bekamen die Bewertung „Gut“ – dies aufgrund der korrekten Körperdaten und der komfortablen Bedienung. Alle anderen Modelle zeigten durchgehend Fehler und Ungenauigkeiten bezüglich der ermittelten Schrittzahl und des Kalorienverbrauchs.

Probleme beim Datenschutz

Ebenfalls ein großes Problem sind die Sicherheitsstandards rund um den Datenschutz, wenn es um die praktischen Wearables geht. Die Experten von Stiftung Warentest weisen darauf hin, dass Hersteller hier viel zu oft persönliche Daten abfragen – so zum Beispiel die Telefonnummer oder den Namen des Benutzers. Ebenfalls versuchen einige, die Smartwatch zu identifizieren, ohne dass dies eine Einwilligung durch den User erfordert. Besonders problematisch: Mehrere Hersteller geben die von den Kunden erhobenen Daten sogar weiter – ob dazu auch Körperdaten gehören, bleibt bisher aber unklar. Zu den Herstellern, die Daten weitergeben zählen beispielsweise auch Apple und Fitbit, die sich unter Smartwatch-Besitzern großer Beliebtheit erfreuen.

Gesundheitsgefährdung durch BPA

Weitere Kritik wird laut, da in einigen Smartwatches der Weichmacher BPA (Abkürzung für Bisphenol A) gefunden wurde. Dieser gilt als direkt gesundheitsgefährdend und steht im Verdacht, sich sowohl auf den Hormonhaushalt als auch auf die Fruchtbarkeit negativ auszuwirken. Tröstend ist hierbei allenfalls der Umstand, dass es sich um geringe Mengen an BPA handelt – dennoch sollten Benutzer auf BPA-freie Armbänder achten und gegebenenfalls einen Austausch vornehmen.

Fazit

Schön, fit, gesund: Smartwatches bieten aufgrund ihrer Funktionen einen guten Einblick in die körpereigenen Vorgänge. Nicht so wichtig scheint dabei aber der Datenschutz zu sein – denn der bleibt bei einigen populären und auch teuren Modellen komplett und im Wortsinn „auf der Strecke“. Die Datenschutzerklärung der betroffenen Hersteller ist dementsprechend auch auf die Weitergabe der persönlichen Daten ausgelegt: Hier räumt man sich das Recht ein, diese weitergeben zu dürfen. Eine tatsächliche Weitergabe konnten die Tester nicht feststellen: Damit bleibt offen, ob und in welchem Umfang das Recht zur Weitergabe tatsächlich ausgeübt wird.

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