Mangelhafter Datenschutz bei Kinder-Lernsoftware: 11 Millionen Konten weltweit gehackt

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Einer der bekanntesten Anbieter von Kindercomputern, die Firma VTech, hat die Daten minderjähriger Kunden offenbar gar nicht oder nur unzureichend geschützt. Das Unternehmen musste jetzt bestätigen, dass ein Hacker Informationen von 5 Millionen Kindern und 6 Millionen Eltern von den Servern herunterladen konnte. Glück für die Betroffenen: Der Computerfreak will mit seiner Aktion nur auf den mangelhaften Schutz der Daten hinweisen.

Namen, Fotos und Adressen von Kindern unzureichend gesichert

Auch deutsche Käufer von Vtech-Produkten sind betroffen: Gut 400.000 Kinder- und mehr als 500.000 Elternkonten hierzulande hat der anonyme Hacker eingesehen. Während von den minderjährigen Nutzern nur Vorname, Geschlecht und Geburtsdatum gespeichert war, fanden sich bei den Erwachsenen E-Mail-Adressen, Anschriften, Passwörter, Download-Listen und die Namen der zugehörigen Kinder.

Auch Fotos, die mit den Lerncomputern aufgenommen und verschickt wurden, waren auf den VTech Servern gespeichert. Nach Angaben des Hackers wäre es problemlos möglich gewesen, ein Kinderselfie dem Elternkonto und damit auch der Wohnadresse zuzuordnen. Das Unternehmen wollte sich dazu bisher nicht äußern.

Kein Zugriff auf Kreditkartennummern

Nach Angaben des Spielzeugherstellers handelt es sich um die Programme Learning Lodge, PlanetVTech und KidConnect, eine App, die es den Eltern ermöglicht, über ihr Smartphone mit dem Kinderrechner zu kommunizieren. Kleine Computerfans werden hier eigens dazu aufgefordert, mit Mama und Papa zu chatten oder ihnen ein hübsches Porträtfoto zu schicken. Warum solche Chats und Fotos überhaupt von Vtech gespeichert werden, dazu macht der Konzern keine Angaben. Er betont aber, dass die Daten gesichert gewesen seien, und dass Kreditkarteninformationen nicht betroffen sind.

Konteninhaber erst Tage später informiert

Für die Kunden ist auch der Umgang mit dem Datenhack unbefriedigend: Schon Mitte November gelang es dem unbekannten Spezialisten, in das System einzudringen; Vtech selbst merkte davon gar nichts. Das Unternehmen wurde zehn Tage später von dem Onlinemagazin „Motherboard“ angesprochen, dem der Hacker von seinem Coup berichtet hatte. Es dauerte drei weitere Tage, bis man die Kunden, deren Konten geknackt worden waren, per E-Mail informierte. Inzwischen hat VTech mehrere Dienste und Webseiten vom Netz genommen und überprüft die Sicherungsmechanismen.

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Fazit:

Ein unbekannter Hacker hat die Sicherungssysteme der Firma Vtech getestet und ist zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen: Namen, Adressen und Fotos von Millionen Familien weltweit und Hunderttausenden in Deutschland waren im Nu geknackt und heruntergeladen. Der Konzern prüft noch, wie es dazu kommen konnte. Verbraucherschützer raten zur Vorsicht: Mehr und mehr halten Computer und vernetzte Systeme Einzug ins Kinderzimmer. In ihren Funktionen sind sie den großen Vorbildern ähnlich, der Datenschutz scheint allerdings noch hinterherzuhinken.

 

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