Yahoo: Wurden die E-Mails aller Kunden für US-Geheimdienste durchsucht?

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Der jüngste Skandal um den millionenfachen Daten-Hack bei dem amerikanischen Unternehmen ist noch keine zwei Wochen her, da gerät Yahoo schon wieder in die Schlagzeilen. Im Auftrag amerikanischer Geheimdienste soll der Konzern den gesamten Maileingang seiner Kunden in Echtzeit kontrolliert haben. Yahoo selbst will sich dazu nicht äußern, betont aber, keine Gesetze gebrochen zu haben.

Frühere Mitarbeiter als Whistleblower

Ein eigenes Software-Programm soll entwickelt worden sein, um der US-Behörde die gewünschten Informationen liefern zu können. So berichten es drei ehemalige Yahoo- Angestellte. Sämtliche eingehenden E-Mails von mehreren Hundert Millionen Nutzern habe man seit April vergangenen Jahres nach einer bestimmten Zeichenkombination durchsucht. Um was es dabei genau geht, ist nicht bekannt.

Weder die National Security Agency noch das FBI wollten sich zu den Vorwürfen äußern. Bei Yahoo spricht man von Missverständnissen und weist darauf hin, dass man sich immer gesetzestreu verhalten habe.

Andere Internetkonzerne reagieren da wesentlich eindeutiger: Von Microsoft und Google über Twitter und Facebook bis hin zum Apple-Konzern schließen andere Mailprovider aus, von staatlicher Seite um eine Weitergabe von Daten gebeten worden zu sein. Und selbst wenn das passiert wäre, hätte man eine solche Anfrage mit Sicherheit zurückgewiesen.

Verließ Security-Chef das Unternehmen aus Protest?

Auch bei Yahoo war wohl nicht jeder von der Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten überzeugt. Nach Angaben der Whistleblower hat der ehemalige Sicherheitschef Alex Stamos den Konzern im Juni 2015 genau deswegen verlassen, weil er sich den Anordnungen der Behörden nicht beugen wollte.
Für Aufklärung sorgen will nun die irische Datenschutzbehörde. Sie ist zuständig für das Europageschäft von Yahoo und dessen Hauptquartier in Dublin. Zu klären ist nicht nur, ob es die Überwachung in großem Stil tatsächlich gegeben hat. Auch die Frage, ob Yahoo damit gegen europäisches Recht verstoßen hat, wird geprüft werden.

Fazit:

Nach den Hackern sollen nun auch noch die amerikanischen Geheimdienste Einblick in die E- Mail-Konten von Yahoo-Nutzern gehabt haben. Treffen die Vorwürfe zu, würde es sich um den bisher größten Fall von Datenkontrolle der Behörden mit Zustimmung eines Internetunternehmens handeln. Die Ermittlungen dürften allerdings schwierig werden, denn mit dem Hinweis auf die nationale Sicherheit werden sämtliche offiziellen Stellen jegliche Aussagen verweigern.

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