Phishing: Betrüger nehmen Amazon- und eBay-Händler ins Visier

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Die Polizei warnt vor besonders professionell erstellten Emails an Verkäufer und Shopbesitzer in Deutschland. Sie sehen Originalmitteilungen von eBay oder Amazon zum Verwechseln ähnlich. Tatsächlich handelt es sich um Fälschungen, mit denen Betrüger die Zugangsdaten zu Händler-Accounts herausfinden wollen. Wer bereits getäuscht worden ist, muss schleunigst handeln.

Anhang auf keinen Fall anklicken

Vorsicht ist geboten bei der Betreffzeile "Rechnung über Ihre Verkaeufergebuehren bei Amazon.de" beziehungsweise "Rechnung über Ihre Verkaeufergebuehren bei eBay.de". Die Nachricht enthält Originallogos von eBay oder Amazon. In sachlich und grammatikalisch völlig korrektem Deutsch werden die Empfänger darüber informiert, dass sich im Anhang die Rechnung für ihr Verkäuferkonto befindet. Wer die HTML-Datei öffnet, gelangt zu einer Seite, die exakt dem Seller-Log-In bei Amazon entspricht. Tatsächlich allerdings übermittelt sie die eingegebenen Zugangsdaten nicht an Amazon, sondern an den Absender der betrügerischen Mails.

Verkäufern bei eBay wird die angebliche Rechnung als PDF-Datei angehängt. Diese kann allerdings nur mit dem Acrobat Reader geöffnet werden und führt dann ebenfalls auf eine Phishing-Seite für den Zugang zum Shop.

Echte Accounts für falsche Ware?

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter kurzfristig noch vom Weihnachtsgeschäft im Onlinehandel profitieren wollen. Wahrscheinlich sollen etablierte Shops genutzt werden, um minderwertige oder gar nicht vorhandene Produkte anzubieten. Weihnachtsstress und erhöhter Konsum können vermehrt dazu führen, dass die Sorgfalt beim Onlinekauf zu kurz kommt.

Aber auch Empfänger, die bisher nicht als Verkäufer aktiv sind, sollten die gefälschten Rechnungsanhänge auf keinen Fall öffnen. Auch ein solcher Account kann missbraucht werden.

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Praxis-Tipps:

1. Wenn Sie eine solche Mail erhalten und den Anhang geöffnet haben, nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit dem Kundendienst bei Amazon bzw. eBay auf.

2. Probieren Sie, sich mit Ihren bisherigen Zugangsdaten anzumelden. Wenn das möglich ist, ändern Sie sofort das Passwort!

3. Überprüfen Sie, ob bereits jemand Änderungen an Ihrem Shop vorgenommen hat. Kontrollieren Sie das Warenangebot, Adressen und Bankverbindungen.

4. Falls Ihnen Änderungen auffallen, fertigen Sie Screenshots an und erstatten Sie Anzeige.

5. Generell gilt: Halten Sie Ihre Software immer auf dem neuesten Stand. Öffnen Sie keine Dateianhänge unbekannter Herkunft.

Praxis-Tipp
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