MyFitnessPal: 150 Millionen Nutzerkonten der Abnehm-App geknackt

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Registrierte User sind in den letzten Tagen bereits per Mail darauf hingewiesen worden: Die beliebte Anwendung zum Kalorienzählen ist Opfer von Hackern geworden. Ausgespäht wurden Benutzernamen, E-Mail-Adressen und die Hashwerte der Passwörter. Die 150 Millionen Betroffenen sollten nun so schnell wie möglich handeln – vor allem dann, wenn sie ihr Passwort auch noch für andere Konten nutzen.

Gewichtsreduktion über umfangreiche Ernährungs- und Bewegungsprofile

Sie gehört zu den am häufigsten heruntergeladenen Anwendungen zum Kalorienzählen. In der kostenlosen Basisversion bietet MyFitnessPal eine umfangreiche Nahrungsmitteldatenbank, einen Barcode-Scanner zum Einlesen von Produkten, zahlreiche Diskussionsforen und individuell zugeschnittene Tipps zum Abnehmen. Fast 500 Millionen US-Dollar zahlte der Sportartikelhersteller Under Armour vor gut drei Jahren für die App mit ihrer riesigen Nutzergemeinde. Schon damals allerdings stand die Anwendung in der Kritik der Datenschützer. Allerdings nicht wegen mangelnder Schutzmechanismen, sondern weil sie die Eingaben ihrer Nutzer an Werbetreibende weitergab. Nun muss sich der Anwender auch noch fragen lassen, ob die Kundendaten ausreichend vor Datenbetrug geschützt waren.

Kreditkartendaten angeblich nicht ausgespäht

Bereits im Februar dieses Jahres sollen die Daten abgegriffen worden sein, Anfang März wusste das Unternehmen Bescheid. Von 150 Millionen Accounts haben die Unbekannten Usernamen und E-Mail-Adressen ausgelesen. Außerdem wurden die Passwörter kopiert, allerdings nur in gehashter Form. Kreditkartennummern, die für die Premium-Version oder für In-App-Käufe notwendig sind, waren angeblich nicht betroffen. Für die meisten User besteht daher die größte Gefahr in der Mehrfachnutzung von Passwörtern. Wer die gleichen Log-In-Daten auch beim Banking oder Online-Shopping verwendet, sollte daher jetzt umgehend reagieren. Sämtliche Kunden von MyFitnessApp wurden bereits per E-Mail über die notwendigen Schritte informiert.

Fazit:

Trotz der Sicherheitsmaßnahmen der großen Internetkonzerne ist es Betrügern wieder einmal gelungen, sich illegal Kundendaten beschaffen. Ganze 150 Millionen Accounts einer weltweit beliebten App zur Gewichtsreduktion sind betroffen. Wer seine Daten im Netz schützen will, sollte daher selbst vorsorgen: indem für jedes Konto ein anderes Passwort verwendet und auf Zwei-Faktor-Authentifizierung gesetzt wird.

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