Achtung, Personaler: Erpressungstrojaner in Bewerbungen

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Erst über als Rechnung getarnte Word-Dokumente, dann über infizierte Software-Cracks: Der Erpressungstrojaner Gandcrab bereitet Unternehmen und Verbrauchern jede Menge Ärger. Jetzt macht der Trojaner in Form von Bewerbungen die Runde. Worauf sollten Personaler achten? Und was können Unternehmen tun, wenn sie sich infiziert haben?

So erkennen Personaler den Trojaner

Unternehmen und Personaler erhalten Fake-Bewerbungen von angeblich jungen Frauen, die einen Dateianhang aufweisen. Namen und Fotos dieser Mails variieren. Einer der Mailbetreffs lautet „Bewerbung auf die ausgeschriebene Stelle – Hannah Sommer“. Weitere Namen und Varianten sind jedoch im Umlauf. Bisher schlagen gut die Hälfte der gängigen Virenscanner Alarm. Dazu zählen unter anderem Kaspersky, Avira und Eset. Gandcrab hat es bisher nur auf Windows-PCs abgesehen. MacOS und Linux sind derzeit nicht betroffen.

So funktioniert der Trojaner

Öffnen Personaler den Dateianhang, finden sie darin ein Bild und ein Zip-Archiv. Entpacken sie das Zip-Archiv und klicken auf die darin enthaltene exe-Datei, startet der Trojaner. Er infiziert Dateien des Computers, indem er diese verschlüsselt. Infizierte Dateien tragen dann die Endung „.krab“. Unternehmen können auf diese dann nicht mehr zurückgreifen. Um das zu ändern, sollen sie eine Lösegeldzahlung in Bitcoin tätigen. Eine Anleitung dafür liegt als Bildschirmnachricht bei.

Praxis-Tipp

Aktuell gibt es noch kein kostenloses Entschlüsselungstool. Firmen sollten daher bei jeder E-Mail vorsichtig sein und keine Dateianhänge, die unseriös wirken oder die oben genannten Merkmale tragen, öffnen. Darüber hinaus sollten sie sicherheitshalber regelmäßig Backups auf einem externen Datenträger erstellen. Dieser darf nicht an den Computer oder an dasselbe Netzwerk angeschlossen sein. Ansonsten infiziert Gandcrab auch die Dateien auf dem Backupträger.

Haben Firmen den Trojaner aktiviert, sollten sie den Rechner sofort vom Netz nehmen. Das Landeskriminalamt empfiehlt zudem, das Lösegeld nicht zu zahlen. Das Risiko ist hoch, dass die Hacker die Dateien nach Lösegeldzahlung trotzdem nicht entschlüsseln. Stattdessen können sich betroffene Unternehmen an die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Polizei wenden.

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Kommentare  
Thomas Oberholz
0 # Thomas Oberholz 07.12.2018, 13:45 Uhr
dito:

"Sofia Kohl"
Haagen BBB
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