Bargeldloses Zahlen: EU will Betrug stärker bekämpfen

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Ob per Kreditkarte, Smartphone oder Bitcoin: Immer mehr Kunden nutzen bargeldlose Zahlungsmittel, um Ware zu bezahlen. Das lockt jedoch vermehrt Betrüger an, die sich Zugang zum digitalen Geld verschaffen. Dem will die Europäische Kommission (EU) einen Riegel vorschieben. Daher hat der Innenausschuss des Parlaments jetzt Pläne zur Bekämpfung von Betrug abgesegnet. Was plant die EU, um bargeldloses Bezahlen sicherer zu machen?

Darum wird die EU tätig

Verbraucher zahlen immer öfter bargeldlos. Das hat zahlreiche kriminelle Aktivitäten wie Kreditkartendiebstahl, Skimming und Phishing stark ansteigen lassen. Laut einer Studie der Europäischen Zentralbank lag der Schaden durch Kreditkartenbetrug bereits vor 5 Jahren bei 1,44 Milliarden Euro. Daher ist es kein Wunder, dass derzeit 42 Prozent der Nutzer von bargeldlosen Zahlungsmitteln um die Sicherheit ihrer Transaktionen fürchten. Problematisch sehen EU-Abgeordnete dabei vor allem, dass die Rechtsvorschriften der einzelnen EU-Länder zur Bekämpfung von Verbrechen im Zusammenhang mit bargeldlosen Zahlungsmitteln sehr unterschiedlich ausfallen. Diese Lücke wollen sie mit einer neuen Richtlinie unter anderem schließen.

So will die EU bargeldloses Zahlen sicherer machen

Die neue Richtlinie verfolgt 4 wesentliche Aspekte des bargeldlosen Bezahlens. So will die EU einen bargeldlosen Zahlungsbetrug mit mindestens 3-5 Jahren Gefängnis betrafen, wenn ein Richter die nationale Höchststrafe für einen Zahlungsbetrug verhängt. Darüber hinaus will die EU eine internationale Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden der jeweiligen Länder besser koordinieren, um grenzüberschreitenden Betrug schneller erkennen und bekämpfen zu können.

Zudem soll die neue Richtlinie sicherstellen, dass Opfer von bargeldlosem Zahlungsbetrug Unterstützung erhalten. Das kann zum Beispiel in Form einer psychologischen Betreuung, einer rechtlichen Beratung oder durch kostenlose Prozesskostenhilfe erfolgen. Zu guter Letzt will die EU Bürger verstärkt über einen möglichen Betrug aufklären. Dazu will sie Aufklärungskampagnen starten, die sie für Gefahren beim bargeldlosen Bezahlen sensibilisieren.

Fazit

Der Innenausschuss hat die Richtlinie mit großer Mehrheit abgesegnet. Als Nächstes muss das Plenum des Parlaments sein OK geben. Liegt das vor, stehen Verhandlungen mit Kommission und Rat an.

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Kommentare  
Sven
-1 # Sven 30.09.2018, 00:30 Uhr
Bitte?

Das sind ja nur Maßnahmen im Nachhinein und nichts um das bargeldloste Zahlen wirklich sicherer zu machen. Soll ich jetzt darüber lachen oder heulen?

Lachen, weil ich eh gegen die Bargeldabschaffung bin und das ist ja schon Wasser auf die Mühlen, wenn die Kriminellen sich jetzt da austoben weswegen ja das Bargeld angeblich abgeschafft werden soll: Wegen der Kriminalität (mit dem Bargeld)..

Heulen, weil es ein Trauerspiel ist mit der ganzen neuen Technik. Alles immer ach so toll und dabei so dermaßen anfällig gegen Manipulation und Betrug und ich frage mich wohin uns dieser Digitalisierungswahn noch führen wird...
Das denen da nichts besseres als Maßnahmen im Nachhinein einfällt ist ein echtes Trauerspiel und zeigt schon jetzt die Kapitulation der Politik vor dem was noch kommen wird.
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Graciela
0 # Graciela 19.05.2019, 02:23 Uhr
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