Hackerangriff auf Amazon, Apple & Co.: Zugang zu Cloud-Servern per Mikrochip?

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Die Meldungen über Cyber- und Hackingattacken nehmen scheinbar kein Ende: Auch aktuell sorgt neben dem Datenleck bei Facebook ein angeblicher weiterer Angriff auf die Datensicherheit für Aufregung. Demnach sollen in chinesischen Produktionsstätten speziell entwickelte Mikrochips bei der Platinenherstellung heimlich verbaut worden sein. Die Platinen werden beim Serverbau benötigt und konnten laut Medienberichten unbemerkt in Servern von Apple, Amazon und der amerikanischen Regierung untergebracht werden.

Mikrochips sollen Zugriff auf Datencenter der betroffenen Firmen und Institutionen ermöglicht haben

Insgesamt soll der Angriff circa 30 US-amerikanische Firmen und Behörden treffen. Zumindest auf den ersten Blick beruhigend wirkt auf Verbraucher der Hinweis, dass es bei dem Angriff nicht um persönliche Daten ging, sondern um den dauerhaften Zugang zu internen Vorgängen, Geheimnissen und vertraulichen Informationen von Unternehmen und Behörden.

Gerüchten zufolge ist auch Facebook von den Spionagechips betroffen – das Unternehmen gab aber an, dass die entsprechenden Platinen lediglich im Labor zu Testzwecken zum Einsatz kamen. Amazon und Apple, die ebenfalls zum Kreis der Betroffenen zählen sollen, bestreiten den Gebrauch der manipulierten Hardware.

Äußerst problematisch erscheint in diesem Zusammenhang, dass die manipulierten Komponenten Hackern quasi überall auf der Welt die Möglichkeit bieten, auch aus der Ferne auf den Systemspeicher oder auf das komplette Netzwerk zuzugreifen.

Erste Unregelmäßigkeiten sollen schon vor drei Jahren aufgetreten sein

Der Informationsdienst Bloomberg berichtet, dass es erste Hinweise auf Manipulationen schon 2015 gab und aus Regierungskreisen auch entsprechend bestätigt wurden. Die Zusammenarbeit mit dem Hersteller Supermicro wurde seitens Amazon und Apple im gleichen Jahr beendet – lt. Berichten nach der Entdeckung der manipulierten Chips. Eine weitere Folge war die Entfernung von rund 7000 Servern aus den Rechenzentren von Amazon, ein komplettes Rechenzentrum in China wurde ebenfalls verkauft.

Fazit

Sowohl Amazon als auch Apple bestreiten den Hackerangriff – die angeblichen Vorgänge haben demnach nie stattgefunden. Auch der Hersteller der Platinen bestreitet die Vorwürfe: Es seien keine diesbezüglichen Ermittlungen bekannt. Vor dem Hintergrund der zwischen den USA und China bestehenden Handelskonflikte ist daher noch offen, ob dem Bericht weitere Belege folgen. Zumindest personenbezogene Daten von Kunden und Usern scheinen nicht das direkte Ziel der Angreifer gewesen zu sein – wohl aber wäre indirekt ein Zugriff darauf möglich, wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten.

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