Cybercrime: Gefahr durch digitale Kriminalität wächst

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Wenn Online-Shops zusammenbrechen oder Fahrkartenautomaten der Bahn bundesweit ausfallen, ist das für Verbraucher zunächst einmal ärgerlich. Für die betroffenen Unternehmen aber entsteht ein wirtschaftlicher Schaden, der in die Hunderttausende gehen kann. Das Bundeskriminalamt warnt jetzt: Deutschland bleibt ein bevorzugtes Ziel für international agierende Hacker.

Wirtschaftlicher Schaden von über 70 Millionen Euro

86.000 Fälle von Internetkriminalität führt das BKA in seiner Bilanz des Jahres 2017 auf. Das sind zwar nur 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch die Studie zeigt auch, dass die Qualität der Cyber-Angriffe stetig zunimmt. Im Visier der Täter stehen neben privaten Handys vor allem große Wirtschaftsunternehmen und kritische Infrastrukturen wie beispielsweise die Energieversorgung ganzer Regionen. Weil die Industrie Maschinen und Anlagen immer weiter vernetzt und über das Internet steuert, steigt das Bedrohungspotenzial durch Cybercrime-Angriffe.

„Internetkriminalität als Dienstleistung“ im Darknet zu buchen

Wem das technische Know-how fehlt, um Systeme auszuspionieren, der kann gestohlene Zugangsdaten inzwischen problemlos online kaufen. Zudem bieten versierte Hacker ihre kriminellen Leistungen ebenfalls in einschlägigen Internetforen an. Häufig arbeiten sie über sogenannte Botnetze.

Dabei wird zunächst auf einem einzelnen Rechner eine Schadsoftware installiert, die den Hackern Zugriff auf sensible Informationen sichert. Durch das Vernetzen mit einer großen Zahl weiterer Einzelrechner können so weltumspannende Systeme aufgebaut werden. Zentral gesteuert lassen sich mit einem derartigen Botnetz sogenannte DDoS-Angriffe durchführen. Sie führen dazu, dass Webseiten aufgrund zahlloser Anfragen zusammenbrechen.

Verbraucher sind in der Pflicht

Doch auch private Haushalte bleiben ein lukratives Ziel für Kriminelle. Die Zahl smarter Geräte wächst und mit ihr die Vernetzung. Neben Handy und PC sind immer häufiger Fernseher, Kühlschrank oder sogar eine intelligente Haussteuerung verbunden. Gleichzeitig entspricht der Sicherheitsstandard solcher Haushaltsgeräte häufig nicht den Anforderungen.

Offene Ports ohne Authentifizierung, voreingestellte Standard-Log-ins oder das Fehlen von Sicherheitsupdates machen das gesamte System anfällig für Eindringlinge. Hier sind die Käufer solcher Produkte gefordert: Informieren Sie sich genau über die Sicherungssysteme ihrer Geräte, führen Sie regelmäßig Updates durch und erstatten Sie bei einem Hacker-Angriff Anzeige!

Fazit

Nur vierzig Prozent der Cybercrime-Fälle können von der Polizei aufgeklärt werden. Und für die kommenden Jahre ist von einem weiteren Anstieg derartiger Straftaten auszugehen. Die vermeintliche Anonymität und die Erreichbarkeit vieler möglicher Opfer machen das Internet zu einem attraktiven Betätigungsfeld für Kriminelle. Umso wichtiger ist es für Privatleute wie für Unternehmer, umfassende Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen.

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