Neuer Erpressungstrojaner: Vorsicht vor diesen Bewerbungsmails

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Ein professionelles Foto und ein sprachlich solides Anschreiben: Was auf den ersten Blick wie ein Vorzeige-Bewerber aussieht, entpuppt sich als gefährlicher Fake. Aktuell erreichen Unternehmen Bewerbungsmails, die den Erpressungstrojaner Gandcrab führen. Wie können Personaler die Mail erkennen? Und was können sie tun, wenn sie sich infiziert haben?

So können Unternehmen die Mails identifizieren

Unternehmen erhalten derzeit Mails mit dem Betreff „Bewerbung auf die Angebotene Stelle bei der Agentur für Arbeit von Peter Reif“. Die Namen in den Mails variieren. Bekannt sind bisher auch die Namen „Viktoria Henschel“, „Caroline Schneider“, „Sofia Bachmann“ und „Peter Schnell“. Die Mails haben einen Datei-Anhang, der einen seriösen Namen wie „Caronline Schneider – Bewerbung und Lebenslauf.zip“ trägt.

Das richtet der aktuelle Trojaner an

Entpacken Unternehmen das Archiv, finden sie darin eine als PDF getarnte exe-Datei. Klicken sie darauf, löst der Erpressungstrojaner die Infektion aus. Der Online-Analysedienst Virustotal gibt an, dass es sich um die Ransomware GandCrab 5.0.4. handelt. Diese verschlüsselt alle auf dem Computer befindlichen Dateien. Damit Unternehmen diese wieder entschlüsseln können, sollen sie ein Lösegeld zahlen.

Darum erkennen Virusscanner den Trojaner nicht

Im Mailtext verweist der vermeintliche Bewerber darauf, dass er den Anhang aus Gründen der Privatsphäre mit einem Passwort geschützt hat. Das Kennwort für die Datei befindet sich in der Nachricht. Virusscanner können das Archiv daher nicht einsehen – und schlagen so keinen Alarm beim User. Auf Virustotal erkennen bisher lediglich zwei von 68 Virusscannern die Schadware.

Praxis-Tipp

Unternehmen, die sich infiziert haben, sollten das kostenlose Entschlüsselungstool von Bitdefender testen. Bisher sollen zwei Varianten von GandCrab 5.0.4. kursieren. Bei einer von beiden soll das Tool helfen und die Dateien wieder freigeben. Funktioniert das nicht, können Unternehmen über ein Antivirenprogramm versuchen, den Trojaner zu bekämpfen. Sie sollten das geforderte Lösegeld auf keinen Fall zahlen. Denn: Selbst bei einer Zahlung ist nicht sicher, ob die Erpresser die Dateien entschlüsseln.

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