Schutz vor Abzocke: Neuer Chrome-Browser soll versteckte Kosten erkennen

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Die Entwickler von Google sparen nicht mit Lob für ihr neues Produkt. Demnach kann es irreführende Werbung erkennen und aufdringliche Pop-up-Fenster blockieren. Das Wichtigste aber: Der Browser soll vor betrügerischen Seiten warnen und Nutzer gegen unerwünschte Vertragsabschlüsse schützen. Die Ankündigungen machen neugierig auf die Version 71 von Chrome.

Kommt jetzt das sichere Surfen?

Nicht immer kann das kalifornische Unternehmen halten, was es verspricht. Schon die heutige Browser-Ausgabe hätte irreführende Anzeigen großenteils ausfiltern sollen. Dass man dieses Ziel nicht erreicht hat, wissen genervte Nutzer aus Erfahrung. Die Google-Programmierer haben nachgearbeitet und schicken im kommenden Monat Chrome 71 an den Start. Ein Produkt, das nicht nur einen verbesserten Adblocker an Bord hat, sondern auch noch ein sicheres Internet-Vergnügen garantieren soll. Das neue Programm blockiert nämlich nervige Werbebanner, die sich nicht schließen lassen. Außerdem weist es jedes Mal darauf hin, wenn eine Seite nicht transparent und eindeutig über die Zahlungsbedingungen eines Angebots informiert.

Kampf den Abo-Fallen und versteckten Käufen

Ist die Vertragsdauer in einer endlosen Passage von Kleingedrucktem versteckt? Hat der Anbieter Zusatzkosten in einer kaum sichtbaren Farbe am Rande der Seite untergebracht? Oder verpflichtet sich der Nutzer schon durch Eingabe seiner Telefonnummer in ein Formular zu einer Zahlung über die Handyrechnung? Dann öffnet Chrome 71 automatisch ein Dialogfeld: Diese Seite will ein kostenpflichtiges Angebot abschließen! Der so gewarnte Nutzer kann nun entweder selbst alle Bedingungen genau überprüfen oder über das „Zurück“-Feld im Fenster die Webpage verlassen.

Achtung Seitenbetreiber: Jetzt prüfen!

Nachteil des kritischen neuen Browsers: Er könnte auch seriöse Abo-Anbieter als gefährlich kennzeichnen, falls ihre Darstellung nicht den Anforderungen [URL https://support.google.com/webmasters/answer/9111943] entspricht. In diesem Fall erhalten die Seitenbetreiber eine Nachricht über ihre Google Search Console. Hier kann ein Betroffener auch Mitteilung machen, nachdem er den fraglichen Abrechnungsprozess geändert hat. Google wird dann erneut prüfen und den Warnhinweis erst entfernen, wenn keine Zweifel mehr an der Transparenz des Angebots bestehen. Bei Schwierigkeiten verweist das Unternehmen auf das Hilfezentrum der Webmaster-Zentrale.

Fazit

Noch rechtzeitig zum Beginn des Christmas-Shoppings will Google mit Chrome 71 das fast perfekte Internet-Erlebnis ermöglichen. Ob Kunden tatsächlich nun vor irreführender Werbung und zwielichtigen Angeboten geschützt sind, bleibt abzuwarten. Anbieter von Bezahlprozessen können jetzt noch einmal überprüfen, ob die Informationen auf ihren Seiten den Anforderungen genügen. Denn das rote Google-Dreieck mit der Warnung vor unliebsamen Kosten dürfte die meisten Kunden zum Verlassen einer Seite bewegen. 

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