Hackerangriff: Bundestagsabgeordnete, Botschaften und Bundeswehr betroffen

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Nachdem in den letzten Monaten immer wieder Unternehmen Opfer von Hackerangriffen wurden, hat es diesmal den deutschen Staat erwischt. Wer ist für den Angriff verantwortlich? Und welche Ziele hatten die Hacker im Visier?

Das war das Ziel des Hackerangriffs

Die Hacker waren auf der Suche nach deutschen Regierungsinterna. Dafür durchforsteten sie vor allem E-Mail-Postfächer von einzelnen Bundestagsabgeordneten sowie Daten bei Botschaften und der Bundeswehr. Das Bundesamt für Verfassungsschutz registrierte den letzten Angriff am 14. November.

Wer steckt hinter dem Hackerangriff?

Die Verfassungsschützer gehen davon aus, dass der Hack von der Gruppe „Snake“ ausging. Diese ist auch unter den Namen „Turla und „Uroboros“ bekannt und gehört vermutlich zum russischen Geheimdienst. Sie ist seit 2005 aktiv und greift weltweit Regierungsstellen sowie Ziele in Wirtschaft und Forschung an. „Snake“ verwendet dabei eine intelligente Software, die laut des Verfassungsschutzes für eine hohe Analysekompetenz und entsprechende Ressourcen spricht.

Darum ist die Hackergruppe bereits bekannt

Die Hackergruppe ist der deutschen Regierung bereits bekannt. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass sie bereits seit 2016 im Regierungsnetz aktiv ist. Dabei soll sie sich über die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung der Fachhochschule des Bundes einen Zugang verschafft haben. Im Frühjahr 2018 landete die Gruppe dann einen aufmerksamkeitserregenden Angriff auf das Regierungsnetz, das bis dahin als vollkommen sicher galt. Die Hacker verschafften sich dabei Zutritt zu mehreren Rechnern des Auswärtigen Amtes und entwendeten Daten zu Mitarbeitern sowie zu Russland.

Dass „Snake“ dabei keine allzu wichtigen Daten entwenden konnte, verdankt die deutsche Regierung einem Hinweis eines ausländischen Partners. Auf diese Weise konnte die Bundesregierung die Aktivitäten der Hacker frühzeitig beobachten. Als diese dann außenpolitisch sensibles Material stehlen wollten, schnitt die Regierung ihren Zugang ab.

Fazit

Noch ist nicht sicher, ob die Hacker beim neuesten Angriff überhaupt Daten entwendet haben und welche betroffen gewesen sein könnten. Das überprüft das Bundesamt für Verfassungsschutz derzeit.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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