Datenklau und Spionage: Nicht nur große Unternehmen betroffen

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Immer wieder stehen große Konzerne wie Facebook im Mittelpunkt, weil sie Opfer eines Hackerangriffs wurden. Selbst die Bundesregierung musste kürzlich eingestehen, dass sich Unbekannte Zugang zum Regierungsnetz verschafft hatten. Doch Datenklau und Spionage kommen nicht nur bei den Großen vor. Eine Studie zeigte jetzt, dass sich auch mittelständische Unternehmen besser vor Datenklau und Spionage schützen sollten. Wie verschaffen sich Angreifer Zugriff auf Unternehmensdaten? Und welche Daten sind dabei besonders gefährdet?

So viele mittelständische Unternehmen sind betroffen

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht hat zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung und der Polizei herausgefunden: Fast jedes zweite mittelständische Unternehmen hat bereits einen Angriff auf die eigenen Daten erlebt. Besonders betroffen waren dabei Firmen aus dem Handel-, Bau- und Dienstleistungsgewerbe. Im Fokus der Studie standen 583 Unternehmen und 713 Strafakte.

So kommen die Angreifer an die Daten

Angriffe erfolgen nicht nur über das Internet, sondern oftmals auch über die eigenen Mitarbeiter. Diese kopieren Kundendaten und Unternehmensdaten auf einen USB-Stick, verschicken diese per E-Mail oder kopieren und fotografieren ganze Akten. Sie wissen genau, welche Informationen einen hohen Wert haben und wo sich diese befinden. Darüber hinaus nutzen Angreifer Drohnen, um Produktionsanlagen zu bespitzeln.

Wie reagieren Unternehmen bei einem Angriff?

Entdecken Unternehmen einen Angriff, führt das nur selten zu einer Anzeige. Der Grund: Sie haben Angst vor den Schlagzeilen und damit vor einem Verlust des Ansehens. Zudem verzichten Firmen auf eine Anzeige, da die Schadenshöhe oft zu gering ist oder sie nicht wissen, wie sie so einen Vorfall bei den Behörden melden. Auf diese Weise bleibt oftmals im Dunkeln, was genau an Daten abgeflossen ist.

Was können Unternehmen dagegen tun?

Fast jedes fünfte Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern setzt keine Maßnahmen gegen Datenklau oder Spionage ein. Das liegt vor allem an fehlenden Ressourcen. Die Experten der Studie glauben jedoch, dass bereits einfache Schritte – wie regelmäßige Prüfungen der Sicherheit oder eine Verschlüsselung von Mails – viele Taten verhindern lassen könnten.

Fazit

Datendiebstahl trifft nicht nur große Konzerne, sondern auch viele mittelständische Unternehmen in Deutschland. Dabei kommt dieser oftmals gar nicht oder erst Monate nach der Tat heraus. Im Schnitt bemerken Unternehmen erst nach 8 oder 9 Monaten, dass sie ausspioniert wurden.

 

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