Hackerangriff: Daten von Promis und Politikern veröffentlicht

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Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Moderator Jan Böhmermann, die Rapper Sido und Marteria sowie hunderte weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses sind Opfer des aktuellsten Hackerangriffs geworden: Private Daten der Betroffenen wurden demnach bereits seit dem 1. Dezember 2018 ins Netz gestellt und in einer Art Adventskalender nach und nach veröffentlicht.

Veröffentlichung von privaten Daten, Chatverläufen, Telefonnummern und Ausweisdaten
Die Hacker beschränkten sich bei ihren Angriffen dabei nicht nur auf persönliche Informationen: Eine Sprecherin der Bundesregierung erklärte in einer Pressekonferenz, dass zu den geleakten Daten auch Chatverläufe gehörten, genauso wie Bilder aus dem privaten Bereich der Opfer. Betroffen sind im politischen Bereich Bundestagsabgeordnete und Angehörige aller Parteien im Bundestag – bis auf die der AfD.

Daten wurden bereits ab Anfang Dezember 2018 veröffentlicht

Obwohl der Hackerangriff erst jetzt publik wurde, waren die genannten Informationen schon ab dem 1. Dezember 2018 im Internet zu finden – über einen virtuellen Adventskalender hatten die Hacker die sensiblen Inhalte nach und nach über die Plattform Twitter veröffentlicht. Der entsprechende Account, der über 17.000 Follower zählt, ist mittlerweile gelöscht worden. Noch nicht sicher ist, wann der eigentliche Zugriff auf die Daten stattgefunden hat. Experten gehen aber davon aus, dass dies bereits im Oktober 2018 geschah.

Unklar ist, wer für den Hackerangriff verantwortlich ist

Weiterhin unklar ist, wer hinter dem Hackerangriff steckt: Hier konnten bisher lediglich Vermutungen angestellt werden. Frühere Angriffe dieser Art waren in der Vergangenheit von russischen Hackern ausgegangen: Ob auch die aktuellste Hackerattacke in Russland zu verorten ist, ist nun Gegenstand weiterer Untersuchungen. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik hat angekündigt, den Fall intensiv prüfen zu wollen.

Fazit

Viele Opfer fanden sich bei dem Hackerangriff in den Reihen der CDU – hier waren immerhin 405 Bundestagsabgeordnete und Politiker von der Veröffentlichung privater Daten betroffen. Seit Bekanntwerden der Attacke am 4. Januar arbeiten Sicherheitsbehörden sowie das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz inklusive der Spezialabteilungen für Cybersicherheit an der Aufklärung der Hackerattacke.

Geprüft werden muss dabei insbesondere der Ursprung des Cyberangriffs: Eine Verbindung mit rechtsextremen deutschen Gruppen wird dabei nicht ausgeschlossen. Übrigens sind politisch brisante Informationen nach ersten Sichtungen kein Teil der geleakten Daten – dennoch zeigt die Hackerattacke, dass die IT-Sicherheit auch in Zukunft gerade im politischen Bereich eine übergeordnete Relevanz besitzt.

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