Cyberattacke: Server von Airbus gehackt

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Der französische Konzern Airbus ist Opfer eine Hackerattacke geworden. Die noch unbekannten Cyberangreifer haben dabei personenbezogene Daten von einigen Airbus-Mitarbeitern in Europa abgegriffen. Welches Ausmaß der Angriff insgesamt hat, ist noch offen – zumindest ist aber nach Auskunft des Unternehmens selbst der Bereich der Zivilflugzeugsparte Airbus Commercial nicht betroffen.

Erste Hinweise auf einen Hackerangriff bereits am 06. Januar

Schon Anfang Januar hatte man in dem Unternehmen erste Hinweise auf einen Cyberangriff erhalten. Am 11. Januar erfolgte daraufhin eine Meldung an die französische Datenschutzbehörde Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés (kurz: CNIL) – dies nach Maßgabe der DSGVO, die in Art. 33 der Vorschrift eine entsprechende Meldung verbindlich festlegt.

Noch nicht klar, in welchem Ausmaß Daten abgegriffen wurden

Weiterhin unklar bleibt, in welchem Ausmaß die Hacker Daten abgreifen konnten. Allerdings hat das Unternehmen selbst schon eingeräumt, dass es sich um einen zentralen Server mit Mitarbeiterdaten gehandelt habe. Die Hacker konnten bei ihrem Angriff einen Zugriff auf Namen, Kontaktinformationen und IT-Identifikationsangaben erlangen – offen bleibt, wie viele Mitarbeiter hiervon insgesamt betroffen sind und wer hinter dem Angriff vermutet wird.

Geschäftsbetrieb und weitere Sparten des Unternehmens sind nicht betroffen

Einen Eingriff in andere Sparten des Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat es nach den aktuellen Erkenntnissen nicht gegeben: Demnach sind also weder die Geschäftsbereiche Rüstung- und Raumfahrt sowie Hubschrauber von dem Cyberangriff betroffen.

Eine gewisse Brisanz erhält die Meldung übrigens aufgrund des Umstandes, dass Airbus selbst als Anbieter von Cybersecurity-Technik aktiv tätig ist – unter anderem berät das Unternehmen Behörden und auch Regierungsstellen zu Schutzmaßnahmen in Punkto Cybersicherheit.

Fazit

Ein mehrstufiges Abwehrsystem soll in Zukunft Cyberangriffe verhindern – das ist zumindest das Ziel, auf das der Konzern Airbus hinarbeitet. Klar ist: Als High-Tech-Konzern steht der französische Flugzeugbauer immer wieder im Fokus von Cyber-Terroristen – und der erfolgreiche Angriff macht deutlich, dass Handlungsbedarf besteht.

Für alle Datenschutzexperten zeigt der Angriff aber auch, dass die Datenschutzgrundverordnung nun auch im Bewusstsein der europäischen Unternehmen angekommen ist. Die Meldepflicht gem. DSGVO sieht vor, dass eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten gegenüber der zuständigen Datenschutzbehörde binnen 72 Stunden zu melden ist – und zwar dann, wenn aufgrund der Verletzung ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen besteht.

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